Zweite Phase im Gaza-Plan der USA startet: Hoffnung und harte Bedingungen

Der US-Sondergesandte Steve Witkoff kündigte am Mittwoch den Beginn der zweiten Etappe im Gaza-Plan des Weißen Hauses an. Nach dem ersten Waffenstillstand tritt nun eine Phase in Kraft, die auf Entmilitarisierung, eine Übergangsregierung durch Experten und schließlich den Wiederaufbau von Gaza zielt.

heute 18:30 Uhr | 3 mal gelesen

Laut Witkoff setzen die USA auf die vollständige Einhaltung der Hamas – besonders was die sofortige Rückgabe verbliebener getöteter Geiseln angeht. Tut die Hamas das nicht, drohen 'ernste Konsequenzen', so Witkoff mit einer durchaus unerbittlichen Tonlage. Gleichzeitig bleibt der Waffenstillstand labil; kaum ein Tag vergeht ohne neue Zwischenfälle oder tragische Meldungen. UNICEF berichtet von etwa hundert getöteten Kindern seit Inkrafttreten der Waffenruhe – ein Umstand, über den eigentlich niemand einfach hinwegsehen kann. Seitens der UN und von Hilfsorganisationen wie dem Roten Kreuz kommt scharfe Kritik: Israel solle endlich mehr Lieferungen humanitärer Hilfe nach Gaza zulassen. Doch stattdessen entzog Israel Anfang des Jahres 37 internationalen NGOs die Erlaubnis für den Zugang – ein Schritt, der die Krise weiter verschärft und für großes Kopfschütteln sorgt.

Mit dem Start der zweiten Stufe des Gaza-Plans verfolgen die USA ein Konzept, das nicht nur politische, sondern auch ethische und praktische Herausforderungen offenbart. Die Einrichtung einer technokratischen Übergangsregierung und die vollständige Entmilitarisierung stehen theoretisch zwar für Stabilisierung, lösen aber in der Praxis bislang kaum die akute humanitäre Not. Das Grundmisstrauen auf allen Seiten bleibt spürbar, wie Berichte von der Süddeutschen Zeitung oder der FAZ zeigen, die auf die schleppende Versorgung der Bevölkerung und die fortgesetzte Unsicherheit vor Ort hinweisen. Neuere Informationen von DW und anderen Quellen berichten, dass Waffenstillstände in ähnlichen Konstellationen oft von kurzfristigem Nutzen sind, aber selten zu echten Lösungen führen – Experten fordern daher deutlich mehr Druck auf beide Konfliktparteien sowie die Einbeziehung unabhängiger Vermittler. Die Rolle der internationalen Gemeinschaft wird dagegen ambivalent bewertet: Während die USA weiterhin als Taktgeber auftreten, wächst die Erwartung, Europa und die Vereinten Nationen sollten mehr Verantwortung für humanitäre Lösungen im Gazastreifen übernehmen.

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