Ich weiß nicht, wie Sie das sehen, aber nach Lektüre der neuen Yorizon-Studie bleibt vor allem eines hängen: Kommunen planen zwar eifrig an ihrer digitalen Zukunft – doch Souveränität und Sicherheit bleiben dabei häufig auf der Strecke. Weniger als jeder Zehnte der kommunalen Verantwortlichen fühlt sich im Umgang mit KI-Tools sicher, und ausgerechnet dort, wo besonders viel von „Zukunftsfähigkeit“ gesprochen wird – wie in Bayern – sind es sogar noch weniger. Gleichzeitig sind schon gut ein Drittel irgendwie mit KI beschäftigt oder haben zumindest konkrete Pläne, ohne die Risiken genau abschätzen zu können. Datenschutz? Fehlendes Know-how? Fehlerle, die durch automatisierte Prozesse entstehen? Da sieht so mancher Entscheider zwar ein Problem, doch nicht selten fehlt das technische Verständnis, wie man ausgerechnet diese Baustellen effektiv bearbeitet.
Wenig überraschend dann, dass Strategien für IT-Sicherheit oder rechtlich wirklich saubere KI-Nutzung in den Verwaltungen oft Mangelware sind. Fast die Hälfte der befragten Kommunalverantwortlichen hat schlicht keine Ahnung, ob überhaupt eine Cyber-Sicherheits-Strategie in ihrer Behörde existiert. Merkwürdig eigentlich: Überall wird Digitalisierung und Nachhaltigkeit als 'super verknüpfbar' bezeichnet – praktisch weiß aber kaum eine Kommune, wie sich das konkret umsetzen lässt. Immerhin: Ein paar Pioniere gibt es, doch im Großen und Ganzen bleibt Digitalisierung in deutschen Rathäusern eine zähe, manchmal fast resignierte Angelegenheit, aus der eher Pflichterfüllung als wirklich innovativer Gestaltungswille spricht.
Die Studie hat übrigens 1.500 Führungskräfte aus deutschen Kommunen befragt – und nicht mal das Thema Nachhaltigkeit findet den Weg auf die ersten To-Do-Listen der Verwaltungen. Am Ende bleibt der Eindruck: Viel Hoffnung, wenig Wissen, große Unsicherheit. Zeit also, eines der Zukunftsthemen nicht länger zu verschleppen. Und wenn Sie mich fragen: Noch mehr bunte Leitbilder helfen da auch nicht weiter.
Die Yorizon-Studie 2025 zeigt deutlich auf, dass Deutschlands Kommunen bei Digitalisierung und KI zwar engagiert sind, das Fundament an Wissen und Strategien aber rar gesät ist. Bayern ist mit diesem Defizit keine Ausnahme: Nur ein sehr kleiner Teil der Entscheider sieht sich wirklich auf die Nutzung künstlicher Intelligenz vorbereitet – und das trotz teilweise bereits laufender KI-Projekte. Die zentralsten Risiken laut Studie: Wissenslücken, Datenschutzbedenken und unklare Verantwortlichkeiten, was die Gefahr von Fehlern, Intransparenz und rechtlichen Problemen potenziert. Erschwerend kommt hinzu, dass Strategien zur Abwehr von Cyberangriffen auf lokaler Ebene oft fehlen oder gar nicht bekannt sind, während Synergien mit Nachhaltigkeit zwar erkannt, aber selten konsequent verfolgt werden. Eine Recherche in aktuellen deutschen Medien zeigt, dass beispielsweise die Debatte um Datenschutz und digitale Transformation in Kommunen an Fahrt aufnimmt, insbesondere angesichts der zunehmenden Nutzung von Künstlicher Intelligenz für Verwaltungsaufgaben. Auch internationale Vergleiche zeigen, dass deutsche Kommunen bei der Integration digitaler Lösungen im internationalen Vergleich eher zurückliegen – Fachkräftemangel und fehlende politische Rahmenbedingungen werden als Hauptgründe benannt. Betrachtet man die jüngsten Entwicklungen, wird außerdem deutlich: Cybersecurity und die Handhabung sensibler Daten stehen zunehmend im Mittelpunkt, wobei viele Kommunen Schwierigkeiten haben, effiziente Schutzmechanismen zu etablieren. Letztlich bestätigt dies das Bild: Die digitale Transformation hakt an vielen Ecken, die Bereitschaft zum Wandel wächst – das nötige Know-how bleibt jedoch vielfach noch die große Lücke.