Manchmal frage ich mich, ob Hamburg nicht genau diese Mischung ist, von der viele träumen: ungezähmtes Wasser, jede Menge Raum zum Atmen und eine beinahe überraschende Offenheit, die im Alltag fast schon selbstverständlich wirkt. Dass die Zahl der Übernachtungen weiter gestiegen ist – konkret um 2,1 Prozent auf über 16,5 Millionen – spiegelt das ziemlich klar wider. Wirtschaftssenatorin Melanie Leonhard sieht darin ein eindeutiges Signal: Der Tourismus rückt die Hansestadt aufs wirtschaftliche Siegertreppchen, schafft Jobs und bringt frischen Wind in die Kassen; aber, und das betonen die Verantwortlichen, es ist ein eingespieltes Zusammenspiel. Es gibt in Hamburg selten Einzelkämpfer, die Szene agiert eher im Team – Stadtentwicklung, smarte Infrastruktur, starke Unternehmen und eine Tourismusgesellschaft, die von echter Zusammenarbeit lebt.
Michael Otremba, Kopf der Hamburg Tourismus GmbH, sieht Zahlen nicht bloß als Statistik: Sie stehen für Menschen, Beziehungen, vielleicht sogar eine gewisse Verliebtheit in das Nordlicht. Wer einmal das Elbufer entlangspaziert ist, weiß wahrscheinlich, was er meint. Auffällig: Wer es den Hamburgerinnen und Hamburgern schön macht, gewinnt automatisch auch bei den Gästen. Ein Gedanke, den nicht jede Stadt so konsequent verfolgt. Noch so ein Detail, das auffällt: Fast 80 Prozent Auslastung in den Hotels – und das im Vergleich zu anderen Großstädten im In- und Ausland! Ganz ehrlich, da kann Berlin oft nur neidisch schauen.
Die Liste der Anlässe für 2026 ist lang und vielversprechend – fast schon zu viel für ein Wochenende. Das Miniatur Wunderland feiert den 25. Geburtstag, die Reeperbahn ganze vierhundert Jahre turbulente Geschichte. Die Elbphilharmonie wirbt bereits fürs große Jubiläum; als Konzerthaus hat sie einen echten Kultstatus erreicht. Musicals wie „Zurück in die Zukunft“ oder „Der Teufel trägt Prada“ ziehen ebenso neue Gesichter an. Wer auf immersive Kunst steht, wird mit dem neuen UBS Digital Art Museum wohl auf seine Kosten kommen. Ach, und da ist ja noch das Meer – pardon, die Elbe –, ohne die Hamburg gar nicht denken kann. So bleibt nur zu sagen: Trotz Wachstum behält Hamburg seinen besonderen Charakter – und vergisst zum Glück nie die Menschen, um die es dabei eigentlich geht.
Hamburg erlebt einen bemerkenswerten Anstieg im Tourismussektor, was sich in den Übernachtungszahlen und der hohen Hotelauslastung widerspiegelt. Die Stadt setzt dabei auf die harmonische Verknüpfung von wirtschaftlicher Stärke, kultureller Vielfalt und einer einladenden Atmosphäre – mit großen Veranstaltungen, Jubiläen und neuen Attraktionen im Jahr 2026. Neuere Nachrichten betonen, dass Hamburgs Tourismusboom sowohl Herausforderungen wie steigende Mietpreise für Bewohnerinnen und Bewohner als auch Diskussionen über Nachhaltigkeit und Teilhabe nach sich zieht; parallel kündigen sich innovative Museumsprojekte und erfolgversprechende Musical-Produktionen an, die internationale Gäste anziehen.
Laut aktuellen Berichten der Süddeutschen Zeitung setzt Hamburg vermehrt auf nachhaltigen Tourismus und untersucht, wie neue Technologien helfen können, die Besucherströme umweltgerecht und sozial verträglich zu lenken (Quelle: Süddeutsche Zeitung). Der Spiegel hebt hervor, dass steigende Übernachtungszahlen nicht nur wirtschaftliche Vorteile bringen, sondern auch lokale Anpassungen beim öffentlichen Nahverkehr und bei Serviceangeboten erforderlich machen (Quelle: Spiegel). Die taz beleuchtet kritisch die steigende Anzahl an Großveranstaltungen und weist darauf hin, dass eine Balance zwischen touristischem Wachstum und Lebensqualität der Anwohner für eine nachhaltige Stadtentwicklung unerlässlich bleibt (Quelle: taz).