50 Jahre „extra 3“ – Ein Jubiläum zwischen Neuanfang, Satire-Geist und Casting-Mut

Hamburg – Mit neuen Köpfen, frischem Studiodesign und Experimentierlaune nimmt die traditionsreiche NDR-Satireshow „extra 3“ ihr 50. Jahr in Angriff: Mehr Talente, neue Spin-Offs und das große Fest – wie eh und je, aber ganz sicher nicht von gestern.

heute 11:34 Uhr | 2 mal gelesen

Christian Ehring, das unverkennbare Gesicht von „extra 3“, hat es (wie immer mit feiner Ironie) auf den Punkt gebracht: Durchhaltevermögen und ein bisschen intellektuelle Mogelpackung gehören zum Ausgangsmaterial, wenn eine Satire-Show kugelsicher durch ein halbes Jahrhundert kommt. In der Auftaktfolge wird sogar Maxi Schafroths eigenwillige Grönland-Aktion nicht ausgespart – selbst ironisch angefasst, wie es zum Stil der Sendung passt. Anlässlich des runden Geburtstags sichert sich das Team zusätzlich Verstärkung aus mehreren Ecken: Comedy-Größen wie Michael Mittermeier, Riccardo Simonetti, Collien Fernandes und andere stürmen neben erfahrenen Satiriker:innen (Oliver Kalkofe etwa oder Sarah Bosetti) die Studiobühne. Gleichzeitig geben innovative Newcomer-Spitzen die Klinke in die Hand – etwa Florentine Osche oder Kawus Kalantar, die zu einer bunten Mischung beitragen, wie man sie selten im deutschen Fernsehen findet. Ehring bleibt als Leitfigur gesetzt, ganz frisch dekoriert mit dem Deutschen Kabarettpreis. Auch das Studio selbst hat einen neuen Look verpasst bekommen, man will ja schließlich nicht den Eindruck erwecken, dass bei „extra 3“ Stillstand herrscht. Beim Konzept wird ebenfalls aufgerüstet: Das Publikum kann sich auf zahlreiche Gastspiele von bekannten Köpfen freuen – darunter Grimme-Preisträger Dennis Kaupp und Jesko Friedrich, aber auch das Duo Freddy Radeke und Jakob Leube, die gewohnt bissig und pointiert abliefern. Die vielleicht größte Neuerung: „extra 3“ denkt Satire lustvoll weiter! Für 2026 (warum eigentlich ausgerechnet dann?) sind mit weiteren Spin-offs Formate angekündigt, die die Social-Media-Affinen unter den Zuschauern im Blick haben. „Der reale Irrsinn – Die Show“ nimmt ab Sommer deutsche Alltagsabsurditäten auseinander, weitere innovative Specials und YouTube-Formate sind schon unterwegs. Besonders stolz ist die Redaktion auf ihre Grimme-nominierte Mediathek-Sendung „extra 3 Take Over“. Und dann – natürlich das Jubiläum selbst: eine große Festsendung im September, die das halbe Satire-Deutschland locken dürfte. Dazu gibt es eine 45-minütige Dokumentation, die einen ehrlichen, manchmal nostalgischen, aber hoffentlich auch selbstironischen Blick auf 50 Jahre Spott und Wochenendwahnsinn wirft. Wer dabei nicht zumindest schmunzelt, war vielleicht nie die Zielgruppe. Sendetermin: ab 5. Februar 2026, immer donnerstags 22:50 Uhr, im Ersten.

extra 3 startet sein 50. Jahr mit erweiterten Konzepten, neuem Studiodesign und einem prominent durchmischten Team aus etablierten Größen und frischen Comedy-Talenten. Die Sendung wagt bewusst den Schritt in die Zukunft: Mehr Gastauftritte, gezielte Spin-offs für ein Social-Media-affines Publikum und eine große Jubiläumsgala im September stehen an. Laut Berichterstattung anderer Medien zeichnet sich der Trend ab, dass Satire-Formate wie „extra 3“ vermehrt auf digitale Verbreitung und innovative Formate setzen, um auch jüngere Zielgruppen zu erreichen; dabei wird zunehmend Wert auf gesellschaftliche Relevanz und spitze, aber inklusive Comedy gelegt. Dies deckt sich mit einer generellen Frischzellenkur, die öffentlich-rechtliche Satireformate aktuell in Deutschland durchlaufen. Nicht unerwähnt bleibt der Grimme-Preis für das Spin-off „extra 3 Take Over“, was das anhaltende Renommee der Marke unterstreicht.

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