Die Bundesregierung hat die Weichen gestellt, damit auch zur Fußball-WM 2026 wieder gemeinsam im Freien gejubelt werden kann. Wie in den vergangenen Jahren wird hierfür befristet der Lärmschutz gelockert, sodass Public Viewing auch abends und nachts möglich ist. Mit Blick auf die Gruppenspiele der deutschen Elf ist das sinnvoll, denn durch die Austragung in Nordamerika beginnen viele Partien zur später Stunde. Im weltweiten Vergleich sind solche Sonderlösungen übrigens keine deutsche Spezialität – auch andere Länder passen ihre Vorschriften vor großen Turnieren regelmäßig an. Entscheidender Unterschied diesmal: Das Teilnehmerfeld ist größer als je zuvor, und die Fußballfans dürfen sich auf ziemlich lange Nächte einstellen. Aktuelle Recherchen aus deutschen Medien zeigen, dass die Vorfreude vielerorts bereits spürbar ist – gleichzeitig gibt es auch Diskussionen etwa um Sicherheitskonzepte oder Nachhaltigkeit von Großveranstaltungen. Die deutsche Politik wünscht sich nach den Erfolgen beim Public Viewing der vergangenen Turniere wieder ein Sommermärchen-Gefühl, steht aber auch vor der Herausforderung, die Balance zwischen Fanbegeisterung, Nachtruhe und Umweltschutz zu bewahren.