Public Viewing zur Fußball-WM 2026: Deutschland gibt grünes Licht

Auch zur nächsten Fußball-Weltmeisterschaft dürfen Fans wieder draußen gemeinsam jubeln – die Bundesregierung arbeitet an der notwendigen Verordnung.

heute 13:00 Uhr | 3 mal gelesen

Während Vorfreude auf die Fußball-WM 2026 in Kanada, Mexiko und den USA langsam aufkommt, schiebt das Bundesumweltministerium einen Entwurf für die befristete Lärmschutz-Verordnung an. Im Kern geht’s – wie schon bei vergangenen Welt- und Europameisterschaften seit 2006 – um rechtliche Lockerungen, damit Public-Viewing-Veranstaltungen auch nach den üblichen Ruhezeiten stattfinden dürfen. Die Genehmigungen sind dabei nicht nur Formsache, aber Überraschungen sind selten: Die Zustimmung durch Bundesregierung und Bundesrat steht quasi auf jeder To-do-Liste, wird aber in der Regel abgenickt. Mitspielen tun diesmal 48 Nationen, verteilt auf insgesamt 16 Städte. Wegen der Zeitdifferenz landen viele Spiele in Deutschland in den späteren Abend- oder Nachtstunden. Gespielt wird beispielsweise beim deutschen Auftakt am 14. Juni um 19 Uhr – fast zur Primetime. Für die weiteren deutschen Spiele (20. und 25. Juni) muss man sich sogar bis 22 Uhr wachhalten. Nicht jeder wird das gut finden, klar – aber für eingefleischte Fans ist das nun mal ein Pflichttermin, auch wenn draußen längst der Wind die Bäume schüttelt.

Die Bundesregierung hat die Weichen gestellt, damit auch zur Fußball-WM 2026 wieder gemeinsam im Freien gejubelt werden kann. Wie in den vergangenen Jahren wird hierfür befristet der Lärmschutz gelockert, sodass Public Viewing auch abends und nachts möglich ist. Mit Blick auf die Gruppenspiele der deutschen Elf ist das sinnvoll, denn durch die Austragung in Nordamerika beginnen viele Partien zur später Stunde. Im weltweiten Vergleich sind solche Sonderlösungen übrigens keine deutsche Spezialität – auch andere Länder passen ihre Vorschriften vor großen Turnieren regelmäßig an. Entscheidender Unterschied diesmal: Das Teilnehmerfeld ist größer als je zuvor, und die Fußballfans dürfen sich auf ziemlich lange Nächte einstellen. Aktuelle Recherchen aus deutschen Medien zeigen, dass die Vorfreude vielerorts bereits spürbar ist – gleichzeitig gibt es auch Diskussionen etwa um Sicherheitskonzepte oder Nachhaltigkeit von Großveranstaltungen. Die deutsche Politik wünscht sich nach den Erfolgen beim Public Viewing der vergangenen Turniere wieder ein Sommermärchen-Gefühl, steht aber auch vor der Herausforderung, die Balance zwischen Fanbegeisterung, Nachtruhe und Umweltschutz zu bewahren.

Schlagwort aus diesem Artikel