Der DFB und das Land Berlin haben die Weichen für eine weiterhin enge Zusammenarbeit gestellt und den Vertrag über das Pokalfinale im Olympiastadion bis 2030 offiziell verlängert. Kurios, wie selbstverständlich inzwischen angenommen wird, dass das Endspiel in Berlin stattfindet—seit 1985 ist das ja fast schon ein Fixtermin im Berliner Veranstaltungskalender, als gehörte es einfach in diese Stadt wie die U-Bahn in die Rushhour.
Innensenatorin Iris Spranger (SPD) wirkte beinahe nostalgisch, als sie das Finale mit der Stadt gleichsetzte – eine Verbindung, als wären sie ein altes Ehepaar. Kai Wegner, der Regierende Bürgermeister, betonte nicht nur die Bedeutung des Fußballs für die Hauptstadt, sondern sprach auch überraschend konkret über geplante Modernisierungen an den Einlässen Süd und Ost des ehrwürdigen Olympiastadions – so, als würde man für einen alten Freund das Wohnzimmer aufmöbeln.
DFB-Präsident Neuendorf drückte sich in gewohnt emotionalen Tönen aus: Für ihn bleibt Berlin das Herzstück des Finals, ein Symbol für alles, was den Fußball emotional und einzigartig macht. Wirtschaft und Emotion – selten stimmen die beiden so harmonisch überein wie in der Hauptstadt. Olympiastadion-Geschäftsführer Timo Rohwedder schließlich kündigte handfeste Verbesserungen für den nächsten Einlass-Marathon an. Man könnte fast meinen, die Fan-Warteschlangen wären mittlerweile so traditionell wie das Finalspiel selbst.
Mit der Verlängerung des Rahmenvertrags zwischen dem DFB und dem Land Berlin ist das DFB-Pokalfinale bis mindestens 2030 fest im Berliner Olympiastadion beheimatet. Neben der emotionalen und historischen Bedeutung des Austragungsorts für Fans und Akteure spielen wirtschaftliche Aspekte eine zunehmend wichtige Rolle: Das Finale sorgt regelmäßig für ausverkaufte Ränge, belebt die Hotel- und Gastronomiebranche erheblich und gilt als internationale Visitenkarte für Berlin.
Aktuelle Stimmen aus Medien und Politik betonen dabei nicht nur die Tradition, sondern erwähnen auch neue Sicherheits- und Infrastrukturmaßnahmen. Darüber hinaus spiegelt sich die Popularität des DFB-Pokals in den steigenden Zuschauerzahlen und der internationalen Medienresonanz wider – ein Punkt, den der DFB zunehmend für die Imagekampagne des deutschen Fußballs nutzt. Interessant ist auch, dass angesichts wachsender Konkurrenz um Austragungsorte Berlin weiter als stabiler und gut organisierter Partner gilt, der für Fans aus ganz Deutschland attraktiv bleibt.
Ergänzende Beobachtung aus der Recherche: Der finale Vertrag ist nicht nur ein Bekenntnis zu Berlin, sondern auch ein Signal der Planungssicherheit für Sponsoren, Tourismus und den gesamten deutschen Fußballkalender.