Mit Entschlossenheit gegen die Hunde-Industrie: Nathan Goldblat, Joyn & ProSieben im Einsatz für Straßenhunde in Europa

Rumäniens umstrittenes System zur Eindämmung der Straßenhund-Population wirkt auf den ersten Blick effizient, doch der Preis dafür ist hoch: Zehntausende Hunde werden jährlich eingefangen und in staatlich beauftragten Unterkünften untergebracht. Wer nach zwei Wochen kein neues Zuhause gefunden hat, droht getötet zu werden – ein grausames Geschäft, das nach offiziellen Angaben rund 200 Euro pro gerettetes Tier einbringt. Influencer Nathan Goldblat stellt sich gegen diese Praxis und versucht, Öffentlichkeit und EU-Politik wachzurütteln. Mit prominenten Unterstützern, Organisationen und einer bewegenden Doku wollen Joyn und ProSieben 2026 Druck auf Politik und Gesellschaft ausüben.

heute 11:59 Uhr | 2 mal gelesen

Blickt man auf die Lage der streunenden Hunde in Rumänien, läuft es einem kalt den Rücken hinunter. Seit mehr als einem Jahrzehnt ist es legal, eingefangene Straßenhunde nach 14 Tagen zu töten, falls sich kein neuer Besitzer meldet. Die Betreiber solcher Anlagen profitieren direkt von dieser Regelung – je mehr Hunde, desto größer der Profit; letztlich steckt hinter dem offiziellen Tierschutz ein milliardenschweres Geschäftsmodell. Nathan Goldblat, dessen Engagement aus der deutschen Influencer-Szene hervorsticht, scheut nicht davor zurück, das System mitsamt seinen mafiösen Strukturen anzuprangern. Gemeinsam mit anderen Social-Media-Persönlichkeiten und Organisationen versucht er, Geschichten der geretteten Tiere bekannt zu machen und Missstände zu dokumentieren. Die kommende Fernsehdokumentation, produziert von Film Five und ausgestrahlt von Joyn und ProSieben, zeigt hautnah die Realität vor Ort und will Öffentlichkeit und Verantwortliche in Brüssel gleichermaßen zum Handeln bewegen – denn, das Streitthema Tierwohl hört nicht an der Grenze auf. Es bleibt eine Frage: Schaffen Engagement und öffentlicher Druck endlich eine Kehrtwende in der europäischen Tierschutzpolitik?

Die Dokumentation über Nathan Goldblats Kampf gegen die Hundemafia spiegelt ein Problem wider, das längst nicht nur Rumänien betrifft. Laut Schätzungen der NGO PETA wurden seit den frühen 2000ern über eine Million Hunde nach System eingefangen und getötet – oft mit finanzieller Unterstützung aus der Staatskasse. Politikerinnen und Politiker im EU-Parlament stehen zunehmend in der Kritik, dass sie wegschauen, obwohl EU-Tierschutzrichtlinien klare Grenzen setzen. Goldblat und seine Unterstützer bringen das Thema nicht nur über Social Media, sondern auch vor politische Gremien und die breite Öffentlichkeit. Recherchen zeigen, dass die kriminellen Netzwerke hinter dem Hundemanagement häufig eng mit lokalen Behörden verflochten sind und dass Kritik an den Zuständen nicht selten zum Einschüchtern von Aktivisten führt. Parallel wächst die europäische Zivilgesellschaft, die Adoption und Kastrationsprojekte als kritische Maßnahmen statt Tötung favorisiert.

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