Ein bisschen Mut und ganz viel eigene Handschrift – das braucht es, um eines der begehrten „Nordlichter“-Stipendien zu ergattern. Damit sind explizit Projekte gemeint, deren Geschichten fest in Norddeutschland verwurzelt sind, sei es durch den Drehort, das Thema oder das Team selbst. Apropos Team: Mindestens zwei zentrale Talente pro Bewerbung – Regisseur*in, Autor*in oder Produzent*in – müssen in Niedersachsen, Schleswig-Holstein oder Hamburg leben. Wer gewinnt, kommt nicht nur in den Genuss einer ziemlich großzügigen Fördersumme, sondern kann seinen Film auch fürs NDR Fernsehen und die ARD-Mediathek produzieren – Festival und vielleicht sogar Kino inklusive. Viel Wert wird außerdem auf Diversität und nachhaltige Produktion gelegt, also Green Filming und vielfältige Teams on und off Camera. Interessierte finden die Details zum Bewerbungsprozess, kleine Stolpersteine und die nötigen Formulare auf www.nordlichter-talents.de. Die Ansprechpartner:innen beim NDR helfen übrigens gerne weiter – so zumindest meine Erfahrung im norddeutschen Filmmilieu. Tja, vielleicht wird dieses Mal ja wirklich ein unbekanntes Talent zum Star ...
Die „Nordlichter“-Ausschreibung eröffnet jungen Filmemacher*innen in Norddeutschland vielfältige Möglichkeiten: Über die finanzielle Unterstützung hinaus – immerhin satte 1,15 Millionen Euro pro Projekt – profitieren Teilnehmende von medienwirksamer Präsentation und intensiver Vernetzung. Besonders im Fokus stehen dabei kreative Individualität und ein klarer Bezug zur norddeutschen Region, sowohl was das Thema als auch das Team angeht. Neuere Recherchen zeigen, dass der Trend zu nachhaltigen Filmproduktionen und diversen Teams immer stärker an Bedeutung gewinnt, gerade bei öffentlich-rechtlich geförderten Formaten. Viele ähnliche Programme sehen Diversität, regionale Verwurzelung und ökologische Aspekte inzwischen nicht mehr als Bonus, sondern als Pflichtbestandteil; die „Nordlichter“-Förderung ist damit so etwas wie ein Fingerzeig in Richtung Zukunft. Die Resonanz aus der Szene ist größtenteils positiv, wobei sich einige Stimmen mehr Flexibilität und Offenheit für experimentelle Ideen wünschen – ein Impuls, der vielleicht schon in den kommenden Förderrunden berücksichtigt wird.