Acht Jahrzehnte: Die weißensee kunsthochschule berlin feiert Jubiläum

Die Kunsthochschule Weißensee in Berlin steht 2026 vor ihrem 80-jährigen Jubiläum – Gelegenheit für Rück- und Ausblicke, begleitet von einem facettenreichen Festprogramm.

heute 15:27 Uhr | 3 mal gelesen

Im Nachhall eines zerbombten Berlins anno 1946 startet auf dem Areal einer alten Schokoladenfabrik die Geschichte der heutigen weißensee kunsthochschule berlin – damals initiiert von Otto Sticht und Mitstreitenden, die, inspiriert vom Bauhaus, ein progressives Lehrkonzept schufen. Kunst war hier nie bloß Dekoration des Alltags, sondern immer auch gesellschaftspolitischer Akt und Experiment – eine Haltung, die den Ort prägt. Zwischen Kontrollversuchen im DDR-System, Neuanfang nach der Wende und Unsicherheiten der Nachwendezeit behauptete sich die Hochschule hartnäckig. Heute werden über 800 Studierende in unterschiedlichsten künstlerischen und gestalterischen Richtungen begleitet: von Bildhauerei bis Kunsttherapie. Viele ehemalige Studierende und Lehrkräfte – etwa Daniel Libeskind, Katharina Grosse oder Christa Petroff-Bohne – hinterließen international Spuren. Das Jubiläumsjahr 2026 wartet mit diversen Ausstellungen, etwa 'Klasse in Weißensee!' sowie 'Gestalten für Berlin', und Diskussionsformaten rund um die spannende Frage, wie eine kritische, zukunftsoffene Kunsthochschule heute aussehen kann. Wer neugierig ist, findet das volle Programm, von Frühling bis Sommer, online. Persönlich nachhaken? Anlaufstelle ist die engagierte Presseleitung in Berlin-Weißensee.

Die weißensee kunsthochschule berlin blickt auf eine bewegte Historie zurück: Von der antifaschistischen Gründungsstimmung über den Spagat zwischen Tradition und Innovation bis zu internationalen Impulsen heute. Gerade in den letzten Jahren nutzte die Schule ihr forschungsbasiertes, klassenfreies System, um sowohl auf gesellschaftliche Umwälzungen als auch technologische Entwicklungen einzugehen – ein Ansatz, der den kreativen Diskurs auf dem Campus weiter anheizt. Besondere Aufmerksamkeit bekommen auch die Herausforderungen der Gegenwart, etwa wie Kunsthochschulen auf Spaltungstendenzen, Digitalisierung und die Transformation der Städte reagieren können; genau dazu gibt es im Jubiläumsjahr zahlreiche Debatten und Ausstellungen, die versuchen, Kunst als soziale Kraft neu zu denken und Impulse für die Zukunft zu geben.

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