Krane äußert sich zu seiner späten Nominierung als FDP-Generalsekretär

Der FDP-Vize aus Schleswig-Holstein, Helmer Krane, berichtet, dass er erst unmittelbar vor dem überraschenden Antreten von Marie-Agnes Strack-Zimmermann um den Parteivorsitz als ihr Generalsekretär ins Spiel kam.

heute 05:02 Uhr | 4 mal gelesen

Krane plauderte im „Berlin Playbook“-Podcast offen darüber, wie kurzfristig der Plan entstand: "Am Freitag habe ich's erfahren." Strack-Zimmermanns Gegenkandidatur gegen den späteren Parteichef Wolfgang Kubicki hält er auch jetzt noch für eine kluge und notwendige Entscheidung. Vieles sei ohnehin spontan und ungeplant verlaufen, was für politische Gremien fast schon normal erscheint. Seiner Ansicht nach war dieser offene Wettstreit ein wichtiges Signal: Die FDP, behauptet Krane, sei kein exklusiver Zirkel, sondern eine bunte Partei mit Platz für unterschiedlichste liberale Richtungen – das sollte auch so bleiben. Interessanterweise war ursprünglich ein anderes Duell vorgesehen, doch nachdem Henning Höne, Landeschef der FDP in NRW, unerwartet ausschied, wurde hinter verschlossenen Türen die Kandidatenfrage geklärt. Erst als dies entschieden war, entstand offenbar Handlungsbedarf für Alternativen, erzählt Krane. Nach dem (ziemlich vorhersehbaren) Sieg Kubickis legt Krane den Fokus auf Zusammenarbeit und bittet um Unterstützung aus allen Lagern. Spätere Versöhnung sei durchaus denkbar – Streit gehörte eben auch zum Parteileben dazu. Zum Thema potentielle Animositäten in Schleswig-Holstein, wo sowohl er als auch Kubicki herstammen, bleibt Krane gelassen: Gerade der Mut zur eigenen Meinung mache den Landesverband stark – auch wenn's mal ungemütlich wird.

Helmer Krane rückte erst sehr spät in die Überlegungen für die Rolle des FDP-Generalsekretärs an Strack-Zimmermanns Seite. Die überraschende Kampfkandidatur sah er als wichtigen Impuls für innerparteiliche Vielfalt und als Signal gegen Absprachen im kleinen Kreis. Laut mehreren aktuellen Medienberichten steht die FDP momentan generell vor einer schwierigen Suche nach Geschlossenheit, wobei viele Funktionsträger offen über neue Visionen und alte Gräben sprechen. Gleichzeitig steckt – so das, was über die letzten Tagen berichtet wurde – hinter dem aktuellen Streit eine viel größere Melange aus generellem Reformeifer, sozialem Druck und Sorge um die eigene Relevanz im Bund. Viele Stimmen in der Partei rufen nach Veränderung und neuer Glaubwürdigkeit, auch im Hinblick auf den Umgang mit Koalitionspartnern und der Außendarstellung.

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