Mehr als 40 Prozent halten Union ohne Merz für chancenreicher

Laut einer neuen Umfrage traut fast die Hälfte der Deutschen der CDU/CSU mehr Erfolg zu, falls Friedrich Merz seinen Posten als Kanzler räumt.

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Eine aktuelle Forsa-Befragung im Auftrag von "Stern" und RTL sorgt in der politischen Gerüchteküche Berlins wieder für ordentlich Zündstoff. Die Frage, ob die Union mit einem anderen Kandidaten an der Spitze besser dastünde, beschäftigt nicht nur Politik-Insider. Das Vertrauen in Friedrich Merz scheint merklich abzubröckeln – seine Umfragewerte bröckeln von Woche zu Woche. Besonders pikant: Immer öfter fällt in Debatten der Name Hendrik Wüst, derzeit Regierungschef in NRW. Der Umfrage zufolge meinen 41 Prozent aller Befragten, dass sich die Chancen der Union bei einem Kanzlerwechsel verbessern würden. 53 Prozent halten das für wenig plausibel, und eine kleine Gruppe von 6 Prozent ist schlicht unentschlossen. Spannend wird es beim Blick auf das CDU/CSU-Lager selbst: Immerhin 42 Prozent der Union-Anhänger glauben ebenfalls, dass jemand anderes aus dem eigenen Stall mehr Zustimmung bringen könnte als Merz. Allerdings bleibt auch die skeptische Fraktion mit 56 Prozent stark. Die Fans anderer Parteien sehen den möglichen Merkel-Nachfolger meist nicht als Gamechanger – nur unter Linken-Anhängern gibt es etwas mehr Hoffnung auf Veränderung. Formal wäre ein Wechsel zwar machbar, aber durch das Grundgesetz gut abgesichert: Entweder durch Rücktritt oder ein konstruktives Misstrauensvotum – aber beides wirkt momentan eher wie ein Gedankenspiel als eine realistische Option. Stimmen aus dem Umfeld Merz' selbst sprechen von "wildem Spekulieren". Befragt wurden 1.008 Deutsche am 28. und 29. Mai 2026 – also brandaktuell.

Die Diskussion um einen möglichen Kanzlerwechsel in der Union nimmt aktuell Fahrt auf, da ein erheblicher Teil der Befragten Merz keine Zukunft als erfolgreichen Kanzler zutraut. Interessant dabei: Selbst in den Reihen der CDU/CSU wächst der Zweifel spürbar, wobei ein Wechsel laut Verfassung allerdings an hohen Hürden scheitert. Was die Umfrage nicht sagt, aber durch die aktuelle Nachrichtenlage noch an Brisanz gewinnt: Auch innerparteiliche Konkurrenten wie Hendrik Wüst geben sich auffallend präsent, während sowohl progressive als auch konservative Medien den wachsenden Druck auf Merz thematisieren. Laut einer Bewertung auf www.tagesschau.de könnte eine länger anhaltende Schwächephase der Union dazu führen, dass parteiinterne Richtungsstreits offener ausgetragen werden. In vielen Leitartikeln wird zusätzlich die grundsätzliche Unsicherheit hervorgehoben, die derzeit alle großen Parteien in Deutschland betrifft – von den Haushaltsproblemen bis zur Frage, wie Europapolitik und Bundespolitik zusammenspielen. Nicht zuletzt hat das Bild von Merz als unverbindlichem Pragmatiker Risse bekommen, gerade weil er sich bislang nicht als Kümmerer in Krisenzeiten profilieren kann. Bis sich etwas entscheidet, bleibt vor allem: jede Menge Spekulation und viel Raum für neue Szenarien.

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