AfD plant eigenen Radiosender – Konzept in Arbeit

Die AfD beschäftigt sich derzeit mit der Möglichkeit, einen parteieigenen Radiosender auf den Weg zu bringen.

heute 00:02 Uhr | 4 mal gelesen

Interessant ist, dass offenbar schon konkrete Überlegungen am Laufen sind. Ein Konzept, wie dieser neue Sender aussehen könnte, soll kurzfristig dem Führungsgremium der Partei vorgestellt und dann auch diskutiert werden. Offenbar orientiert man sich dabei an 'Austria First', dem Webradio der österreichischen FPÖ, das ja seit Mitte Januar sendet. Ein Wortführer der AfD bestätigte gegenüber der 'Bild', man beobachte das Vorhaben der FPÖ sehr genau und halte engen Kontakt zu den Machern. Zwar sei vieles noch unklar, aber an Konzepten werde gearbeitet – es bleibt also noch einiges offen. Der Sender 'Austria First' setzt stark auf einen Mix aus Musik, aktuell aufbereitete Informationen und vor allem die Meinung und Kommentierung von FPÖ-Politikern. Ob die AfD sich an diesen Zutaten orientiert, bleibt natürlich abzuwarten. Das Medienthema bleibt jedenfalls spannend.

Die Diskussion um einen möglichen AfD-Radiosender nimmt Fahrt auf – ausgehend von dem Vorbild aus Österreich. Noch gibt es keine Details, aber dass die Partei tatsächlich an einem eigenen Medienprojekt tüftelt, wirkt plausibel. Aus vergleichbaren Medienvorstößen in Europa weiß man, dass solche parteinahen Kanäle eine erhebliche politische Strahlkraft entwickeln und öffentliche Debatten beeinflussen können, insbesondere im Hinblick auf Themensteuerung und Interpretation politischer Ereignisse. Kritische Stimmen aus der Medienlandschaft warnen bereits vor einer weiteren Spaltung im Informationsraum. Zudem berichten mehrere deutsche Medien, dass sich die Debatte in Zeiten wachsender Fake-News und Informationsblasen zuspitzen dürfte, wenn Parteien ihre eigenen Reichweiten aufbauen. Mit Blick auf aktuelle journalistische Berichte aus renommierten Tageszeitungen wird deutlich, dass die Entwicklung solcher parteigebundenen Medien in Deutschland mit großer Aufmerksamkeit beobachtet wird. Es ist unklar, welche Reichweite ein Sender dieser Art hätte und wie er reguliert werden würde. Auch die Frage, ob ein AfD-Radio wirklich zündelt – oder versandet wie viele PR-Projekte anderer Parteien – steht im Raum.

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