Die Diskussion um einen möglichen AfD-Radiosender nimmt Fahrt auf – ausgehend von dem Vorbild aus Österreich. Noch gibt es keine Details, aber dass die Partei tatsächlich an einem eigenen Medienprojekt tüftelt, wirkt plausibel. Aus vergleichbaren Medienvorstößen in Europa weiß man, dass solche parteinahen Kanäle eine erhebliche politische Strahlkraft entwickeln und öffentliche Debatten beeinflussen können, insbesondere im Hinblick auf Themensteuerung und Interpretation politischer Ereignisse. Kritische Stimmen aus der Medienlandschaft warnen bereits vor einer weiteren Spaltung im Informationsraum. Zudem berichten mehrere deutsche Medien, dass sich die Debatte in Zeiten wachsender Fake-News und Informationsblasen zuspitzen dürfte, wenn Parteien ihre eigenen Reichweiten aufbauen. Mit Blick auf aktuelle journalistische Berichte aus renommierten Tageszeitungen wird deutlich, dass die Entwicklung solcher parteigebundenen Medien in Deutschland mit großer Aufmerksamkeit beobachtet wird. Es ist unklar, welche Reichweite ein Sender dieser Art hätte und wie er reguliert werden würde. Auch die Frage, ob ein AfD-Radio wirklich zündelt – oder versandet wie viele PR-Projekte anderer Parteien – steht im Raum.
21.01.26 23:23 Uhr