Diskussionen innerhalb der NATO regen an, dass die USA ihre militärische Präsenz auf Grönland erneut ausbauen und weitere Basen übernehmen könnten. Vorbild wäre das britische Modell auf Zypern, bei dem Großbritannien durch Sonderverträge Kontrolle über Militärgelände behält, ohne dabei souveräne Exklaven zu schaffen. Die USA betreiben gegenwärtig nur die frühere Thule Air Base, heute Pituffik Space Base, auf Grönland – doch die militärische und geopolitische Bedeutung der Region wächst, nicht zuletzt durch den Einfluss Russlands und Chinas in der Arktis. Neuere Medienberichte betonen, dass Kopenhagen und Nuuk im Grundsatz wenig Einwände hätten, sofern sich die US-Präsenz auf den Verteidigungsbereich beschränkt. Darüber hinaus wird international regelmäßig diskutiert, ob ein größeres US-Engagement zu erhöhter Sicherheit oder eher zu neuen Spannungen führen könnte. Laut Spiegel und FAZ gibt es vermehrt diplomatische Bemühungen der USA, ihre Rolle im arktischen Raum abzusichern und auch in Zukunft Zugang zu wichtigen Überwachungs- und Frühwarnsystemen zu gewährleisten. Weitere Details: Die klassische Unterscheidung in rein militärische Nutzung – wie bei den britischen Zypern-Stützpunkten – bleibt für Grönland ausschlaggebend. Strategisch spielt der Vorstoß den USA in die Hände, sollte es zu Konflikten rund um die Arktis und Ressourcenfragen kommen. Angesichts der aktuellen sicherheitspolitischen Entwicklungen könnte Grönland in den kommenden Jahren erheblich an Bedeutung gewinnen.