Iran: Proteste erschüttern das Regime
Seit Ende Dezember 2025 gehen im Iran unzählige Menschen auf die Straßen und verlangen nicht weniger als tiefgreifende Veränderungen – vor allem wegen ihrer wirtschaftlichen Misere. Was einst als lokaler Aufschrei begann, zieht inzwischen wie eine Lauffeuerwelle durchs ganze Land. Die Antwort der Regierung: massive Repression. Laut HRANA sollen Hunderte Demonstrierende ihr Leben verloren haben – die genauen Opferzahlen liegen im Dunkeln, doch viele Stimmen berichten von bedrückender Gewalt.
Trotz aller Gefahren wächst rund um die aktuellen Entwicklungen das Interesse. arte.tv hat nun eigens eine Kollektion zusammengestellt, die die Ereignisse und Hintergründe untersucht, Geschichten von Mut und Rebellion beleuchtet sowie den teils ausweglosen Alltag vieler Iraner zeigt. Hier geht es zur umfangreichen arte.tv-Kollektion: Sie reicht von investigativen Dokumentationen über das Format Tracks East bis zu „Mit offenen Karten“.
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Ausgewählte Highlights:
- Iran – Wut aufs Regime
Ein eindringlicher Dokumentarfilm von James Newton (Produktion: ZDF/ARTE, BBC, Großbritannien 2024, Länge: 92 Minuten). Der Film porträtiert mutige Iranerinnen und Iraner, die sich seit 2022 der längsten Protestwelle seit mehr als vier Jahrzehnten anschließen – wissend, wie hoch ihr persönliches Risiko ist. Es geht um politische und gesellschaftliche Hintergründe, aber auch um Sehnsucht nach Würde und Veränderung.
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Iran unter Hochspannung: Zwischen Krieg und Frieden
Es ist fast surreal: Nach israelischen Angriffen im Frühjahr 2025 reagiert das iranische Regime mit neuen Einschüchterungen – willkürliche Verhaftungen, Todesurteile. In der Sendung kommt Friedensnobelpreisträgerin Narges Mohammadi zu Wort und es geht darum, wie sich selbst im Gefängnis Widerstand formiert – teils ganz alltäglich, etwa beim gemeinsamen Backen oder mit Comedy.
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Proteste im Iran: Ein Regime am Abgrund?
Die politischen Beben erreichen neue Höhen: In Teheran häufen sich die Unruhen. Die kurze Sendung fragt: Sind diese Demonstrationen ein Signal für den beginnenden Zusammenbruch des Systems?
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Pressekontakt: Tonja von Thaden, ARTE, E-Mail: tonja.von-thaden@arte.tv | Telefon: +33 3 90 14 28 74
Originalmeldung von ARTE G.E.I.E. via news aktuell
Die arte.tv-Kollektion bringt nicht nur die Schwere und Vielschichtigkeit der gegenwärtigen Proteste im Iran näher, sondern bietet auch einen einzigartigen Blick auf Hinter- und Unterströmungen, die viele Mainstream-Berichte auslassen. Während das Regime mit brutaler Härte versucht, jede Form von Widerspruch zu unterdrücken, wächst parallel der Mut der Zivilbevölkerung – ganz gleich, wie viel Hoffnung oder Skepsis damit verbunden ist. Neuere Recherchen zeigten übrigens: In den vergangenen Tagen verschärfte sich das Vorgehen der iranischen Behörden erneut, nachdem es in mehreren Städten zu nächtlichen und gut organisierten Protesten kam; zudem spitzt sich die Wirtschaftskrise angesichts internationaler Sanktionen und Korruption weiter zu. Ein interessantes Detail: Immer mehr Iranerinnen nutzen Social Media, um Nachrichten über Festnahmen und Menschenrechtsverstöße zu dokumentieren – teils mit erheblichem persönlichem Risiko. Friedensnobelpreisträgerin Narges Mohammadi mit ihrer Geschichte des 'stillen Alltagswiderstands' wird dabei häufig zu einem Symbol für weiblichen Mut (siehe auch neue Artikel auf www.taz.de und www.dw.com, Stand Juni 2024). Trotz aller Gewalt und Ungewissheit zeigen Journalisten – wieder und wieder – eindrucksvoll, wie vielfältig, widersprüchlich und überraschend die Protestlandschaft im Iran ist. Die arte.tv-Kollektion bündelt im Prinzip das, was sich sonst nur mühsam aus vielen einzelnen Medien zusammensuchen lässt: eine dichte, aber auch emotional herausfordernde Bestandsaufnahme eines Landes, das nicht zur Ruhe kommt.