Benzin billiger trotz steigender Ölpreise – Diesel stagniert, Euro erstarkt

Nach langer Zeit mit hohen Spritkosten erleben Autofahrende beim Benzin derzeit eine kleine Überraschung: der Preis sinkt, während das Rohöl teurer wird. Diesel hingegen bleibt konstant. Was steckt dahinter?

heute 13:36 Uhr | 3 mal gelesen

Lustig, wie sich die großen Instrumente der Weltwirtschaft manchmal ganz gegensätzlich bewegen: Öl wird teurer – von etwa 65 auf fast 68 US-Dollar je Barrel Brent –, und trotzdem bezahlen wir an der Zapfsäule für Super E10 zurzeit weniger. Genaugenommen 1,736 Euro pro Liter im deutschen Schnitt, also immerhin 0,6 Cent weniger als letzte Woche. Diesel bleibt mit durchschnittlich 1,698 Euro praktisch stillstehen. Das mutet widersprüchlich an, aber vielleicht ist es auch nur der späte Ausgleich für das, was viele ohnehin gefühlt haben: In den letzten Wochen war Benzin schlicht zu teuer. Gleichzeitig zeigt sich der Euro in blendender Form gegenüber dem Dollar und erreicht den höchsten Stand seit fast drei Jahren. In der Praxis bedeutet das: Wenn der Euro stärker wird, bremst das die Preisanstiege beim Öl für uns zumindest etwas aus – kein Trost, aber ein kleiner Lichtblick. Kurzer Praxistipp nebenbei: Abends tanken zahlt sich aus. Laut ADAC ist Benzin abends im Schnitt etwa 13 Cent pro Liter günstiger als morgens – fast schon eine Einladung zum Spontan-Ausflug mit dem Auto. Wer ständig vergleicht, nutzt am besten die ADAC Drive App, die 14.000 Tankstellen auf dem Schirm hat. Und gut zu wissen: Die aktuellen Spritpreise gibt es auch direkt bei "www.adac.de/tanken". Alles in allem bleibt ein belebender Mix aus Ölpreis, Währungsschwankungen und ein bisschen Marktpsychologie. Warum am Ende der Diesel partout nicht günstiger wird, darüber könnte man noch länger rätseln.

Der aktuelle Rückgang beim Benzinpreis wirft einige Fragen auf, denn eigentlich müsste das Tanken teurer werden – der Ölpreis zieht an, das politische Weltgeschehen (vor allem rund um den Iran) sorgt für Nervosität an den Märkten. Man kann vermuten, dass die Spritpreise zuvor schlicht zu hoch kalkuliert waren und gerade nur ein normales Maß wiedergefunden wird. Gleichzeitig macht der gestärkte Euro Rohstoffe für Europa etwas günstiger, was die Teuerung bremst. Weitere Informationen aus aktuellen Berichten: Nach einer Recherche auf deutschen Nachrichtenseiten wurde bestätigt, dass sich die Kraftstoffpreise aktuell deutschlandweit etwas entspannen. Einige Portale berichten von anhaltender Sorge um die politische Entwicklung im Iran, was die Ölpreise „technisch gestützt“ hoch hält – insgesamt bleibt die Lage jedoch fragil und kann sich schnell drehen. Häufiger wird zudem betont, dass Konsumenten durch das Nutzen von Daten und Apps – wie ADAC Drive – noch effektiver sparen können.

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