Triumph in Berlin: Zum zehnten Mal in Folge – Weingut Keringer als weltbester Weinproduzent ausgezeichnet

Burgenland trifft Berlin: Das Weingut Keringer holt sich zum zehnten Mal den Spitzenplatz als „Bester Weinproduzent“ bei der länderübergreifenden Golden League – ein international unerreichter Rekord.

heute 10:27 Uhr | 3 mal gelesen

Was einst als kleines Nebenerwerbsprojekt im Burgenland begann, hat sich längst zur Sensation gemausert, die man so wohl nur im Drehbuch einer Hollywood-Story erwartet hätte. Robert Keringer blickt zurück und sagt ehrlich: 'Wir haben einfach immer weitergemacht, auch wenn Außenstehende uns eher belächelt haben.' Die Rede ist vom Familienbetrieb, der, einst auf fünf Hektar Rebfläche gestartet, heute mit Familie und Team eine internationale Erfolgswelle reitet. Mit langen Tagen, schmutzigen Fingern, harter Arbeit im Keller und endlosen Messebesuchen ist es gelungen, nach und nach zu wachsen – und wie. Möglich gemacht hat das letztlich eine selten gewordene Mischung aus Geduld, Beharrlichkeit und dem herzlichen Streben nach Qualität. Jahr um Jahr kamen neue Auszeichnungen, mehr Fläche, modernere Maschinen, motivierte Angestellte. Heute stehen die Keringers und ihr Team zum zehnten (!) Mal an der Spitze: Als Golden League-Sieger in der Kategorie „bis 100 ha Rebfläche“ dominiert das burgenländische Gut einen internationalen Wettbewerb, der mehr als 15.000 Weine aus 40 Ländern anzieht – ein Spiel der Superlative, das seinesgleichen sucht. Doch der Weg war gespickt mit Herausforderungen, Zaudern, Euphorie, Rückschlägen. Jeder Erfolg hat daher, das spürt man zwischen den Zeilen, seinen eigenen, ganz besonderen Wert. 71 Medaillen allein im Jahr 2025. Immer wieder haben Keringer-Weine internationale Preise eingeheimst – egal ob als weltbester Zweigelt-Produzent, als „Best of Show – Austrian Red“ bei Mundus Vini, oder als Dauersieger bei der Berliner Weintrophy. Und dann sind da noch diese kuriosen Rekorde am Rande, wie die größte Weinflasche der Welt mit unfassbaren 1.590 Litern Inhalt. Aber was macht diese Golden League eigentlich aus? Mehr als 700 Juroren, darunter einige der renommiertesten Wein-Expertinnen und -Experten der Welt, führen Blindverkostungen durch. Jede Medaille wird in Punkten verbucht, und am Ende entscheidet die höchste Punktzahl in der jeweiligen Kategorie. Über Jahre hinweg so konstant zu siegen – das ist schlicht historisch und, ehrlich gesagt, spricht es für eine Ausnahmestellung, die ihresgleichen sucht. Was den Erfolg auf den Punkt bringt, sind auch die verschiedenen Weintypen von Keringer: Every DAYS als unkomplizierte Alltagsbegleiter, 100 DAYS als gereifte internationale Botschafter, MASSIV als Ikone – jeder Wein mit eigenem Charakter, alle geprägt von der Handschrift der Familie. Und gerade bei den Topweinen, etwa MASSIV Red, merkt man: Da steckt echtes Herzblut, Feingefühl und wohl auch ein sturer burgenländischer Eigensinn hinter jeder Flasche. Nicht zu vergessen ist das Team, das mitgewachsen ist, Menschen, die Anteil an der Geschichte haben. Marietta Keringer trifft es vielleicht am besten: 'Unsere Weine sind voller persönlicher Geschichten.' Trotz Expansion, trotz Lobby beim internationalen Publikum – der Fokus bleibt auf ehrlicher Handarbeit und echter Hingabe. Das Besondere an Keringer aber ist vielleicht die Tatsache, dass dieser Erfolg gar keine reine Glückssache ist, sondern das Ergebnis eines bewusst verfolgten Weges. Irgendwie tröstlich: Qualität setzt sich durch, auch in hektischen Zeiten. Und so sorgt der kleine Ort Mönchhof weiter für große Schlagzeilen. Wer mehr erfahren möchte: Keringer-Weine gibt’s bei ausgesuchten Händlern und natürlich direkt beim Weingut selbst. Die nächste Gelegenheit zum Probieren gibt’s spätestens zur Prowein in Düsseldorf oder beim Jungweinfrühling im Burgenland.

Das Weingut Keringer erzielte 2026 mit seinem zehnten Sieg bei der Golden League einen internationalen Rekord, der seinesgleichen sucht. Die Golden League gilt als eine Art 'Weltmeisterschaft' der Weinbranche – jährlich werden Weine aus über 40 Ländern von mehr als 700 Fachjuroren streng anonym bewertet. Keringers beeindruckender Erfolg basiert auf beharrlicher Arbeit, einer ausgefeilten Qualitätsstrategie und der neuen Generation von Spitzenweinen, die inzwischen in ganz Europa und Asien gefragt sind. Aktuell bleibt die Konkurrenz groß: Die Weinbranche steht europaweit wegen extremer Wetterlagen und globaler Unsicherheiten weiterhin unter Druck, viele Betriebe suchen neue Wege, etwa durch nachhaltige Anbaumethoden oder digitale Vermarktung. Dabei setzen Marktführer wie Keringer zunehmend auf internationale Präsentationen, um trotz volatiler Märkte und Preisdruck neue Kundengruppen zu erschließen. Zudem zeigte die diesjährige Prowein, dass die Digitalisierung und der Trend zu Nischenprodukten den Markt nachhaltig verändern – Weingüter, die ihren Charme und ihre Authentizität bewahren können, sind dabei besonders gefragt.

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