Neuer Nachhaltigkeitsrat: Merz setzt frische Akzente

Friedrich Merz, der gegenwärtige Bundeskanzler und CDU-Vorsitzende, hat das Bundeskabinett über die Neuzusammensetzung des Rates für Nachhaltige Entwicklung informiert. Diese Entscheidung wurde am Mittwoch von der Bundesregierung bekanntgegeben.

heute 13:37 Uhr | 4 mal gelesen

Künftig soll ein Rat mit 15 Expertinnen und Experten die Bundesregierung dabei unterstützen, die deutsche Nachhaltigkeitsstrategie weiterzuentwickeln. Das Ziel gibt sich ambitioniert: Es geht darum, nicht bloß ein weiteres Strategiepapier zu schaffen, sondern einen Plan, der tatsächlich Bürger:innen einbindet und anwendbar wird. Die Ratgeber bringen unterschiedliche Kenntnisse und Biografien ein und spiegeln so ziemlich die komplette Bandbreite ökologischer, sozialer und wirtschaftlicher Perspektiven wider – natürlich, immer mit einem Augenzwinkern gesagt, ist das Kontroversen wohl nicht ganz abträglich. Erstaunlich, wie vielschichtig das Thema geworden ist – und doch am Küchentisch oft auf „bisschen Mülltrennen“ reduziert wird. Neben dem politischen Apparat soll dieser Rat Nachhaltigkeit stärker ins öffentliche Bewusstsein rücken und letztlich die gesamtgesellschaftliche Debatte anregen. Zu den Neuen zählen etwa Stefan Bayer vom German Institute for Defence and Strategic Studies sowie Bettina Bernadotte af Wisborg, seit jeher bekannt für ihr Engagement auf der Blumeninsel Mainau. Der Kanzler selbst beruft die Mitglieder für drei Jahre. Wer’s genau wissen will: Sechs Frauen, neun Männer. Die erste Sitzung, so steht’s jedenfalls zu erwarten, wird „bald“ angesetzt – konkret gesagt hat das allerdings noch keiner.

Der neu berufene Rat für Nachhaltige Entwicklung, dem künftig 15 renommierte Persönlichkeiten aus verschiedenen Fachrichtungen angehören, hat den Auftrag, die nationale Nachhaltigkeitsstrategie neu zu denken und gesellschaftlich tragfähig zu machen. In ihren Leitlinien soll mehr Bürgerbeteiligung und Praxisnähe verankert werden – ein radikaler Schritt gegenüber früheren, oft abstrakten Konzepten. Strukturelle Veränderungen der deutschen Nachhaltigkeitspolitik stehen bevor: Neben Stefan Bayer und Bettina Bernadotte af Wisborg stechen weitere Mitglieder durch vielfältige Erfahrungen aus Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Wirtschaft hervor. Der Rat wird für drei Jahre eingesetzt und agiert sowohl beratend als auch als Brückenbauer zwischen Regierung und Gesellschaft.

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