Geldwäschevorwürfe: Durchsuchung bei der Deutschen Bank

Ermittler haben die Deutsche Bank ins Visier genommen – der Verdacht auf Geldwäsche sorgt erneut für Wirbel im Frankfurter Bankenturm.

heute 13:49 Uhr | 3 mal gelesen

Es fühlt sich fast wie ein Déjà-vu an, wenn wieder einmal Polizeifahrzeuge vor dem Haupteingang der Deutschen Bank in Frankfurt parken. Am frühen Mittwochmorgen durchkämmten Ermittler des Bundeskriminalamts – diesmal auf Anweisung der Frankfurter Staatsanwaltschaft – nicht nur das Bankenhochhaus, sondern auch eine Dependance in Berlin. Es steht der Vorwurf der Geldwäsche im Raum. Bislang ist noch unklar, gegen wen sich die Ermittlungen konkret richten – die Rede ist offiziell von Verantwortlichen und Mitarbeitenden, gegen die ein Verfahren eröffnet sei. Die Bankenvertreter klingen in solchen Momenten wenig greifbar: Man kooperiere nach Kräften, äußere sich aber derzeit nicht zu Einzelheiten, sagte ein Sprecher – das kennt man ja schon. Die Geschichte der Deutschen Bank ist eben durchsetzt von Skandalen und rechtlichen Scharmützeln, sodass man schon fast auf einen größeren Scherbenhaufen vorbereitet ist, als es dann vielleicht ist. Aber sicher sein kann man nicht. Ob sich aus dieser neuen Lage etwas Größeres entwickelt oder am Ende nur wenig Substanz bleibt, darüber lässt sich im Moment nur spekulieren.

Wieder einmal ermittelt die Justiz in den Geschäftsräumen der Deutschen Bank – diesmal wegen des Verdachts auf Geldwäsche vorrangig an Standorten in Frankfurt und Berlin. Die Bank zeigt sich zwar kooperativ, hüllt sich aber, wie so oft, in Schweigen. Laut verschiedenen Medienberichten stammen die Hinweise für die Ermittlungen aus internen Dokumenten und Geldtransaktionen, die verdächtig wirkten. Die Deutsche Bank betonte, sie arbeite vollständig mit den Behörden zusammen und unterstütze die Aufklärung. Vergangene Skandale wie die Panama Papers oder frühere Geldwäschevorwürfe lasten dabei schwer auf dem öffentlichen Bild des Unternehmens. Inzwischen fordern politische Stimmen – speziell im Hinblick auf effektiven Schutz vor Geldwäsche – eine schärfere Kontrolle großer Finanzinstitute. Unklar bleibt bislang, wie umfangreich der aktuelle Verdachtsmoment tatsächlich ist; öffentlich gegründet ist das Vorgehen laut Staatsanwaltschaft auf noch unbekannte Verantwortliche. Die nächste Zeit wird zeigen, ob und wie sich der Fall weiterentwickelt. Nach weiterer Recherche: Erst vergangene Woche wurde gemeldet, dass das Bundeskriminalamt mit neuen, besseren Analysetools gezielt gegen Geldströme in deutschen Banken vorgeht. Parallel zu den Durchsuchungen bei der Deutschen Bank wurde im Finanzausschuss diskutiert, wie Transparenzvorschriften verschärft und internationale Kooperationen gegen Geldwäsche verstärkt werden könnten. Experten befürchten, dass trotz verschärfter Gesetze derzeit „Goldgräberstimmung“ bei internationalen Finanzkriminellen herrsche, da Aufdeckungsrisiko noch immer zu selten sei.

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