Berliner Regierung zufrieden mit Verlauf der Münchner Sicherheitskonferenz

Nach Abschluss der Münchner Sicherheitskonferenz zieht die Bundesregierung ein positives Resümee und betont die Bedeutung des Treffens für den transatlantischen Dialog.

16.02.26 12:46 Uhr | 27 mal gelesen

Da saßen sie also wieder, mitten in München: Politiker, Diplomatinnen, Stimmen aus aller Welt – und ja, die Bundesregierung? Sichtlich zufrieden. ''So etwas wie die Sicherheitskonferenz hier zu haben, das ist für unser Land schon bemerkenswert'', ließ der stellvertretende Regierungssprecher Hille am Montag verlauten. Klar, große Bühne. Austausch über die Atlantik hinweg, neue Impulse – nicht alles klingt nach Friede, Freude, Eierkuchen, aber selten wurde so ein Bedarf nach gemeinsamer Verteidigungsfähigkeit, europäischer Selbstbestimmung und neuen Partnerschaften beschworen wie in diesem Jahr. Die Ukraine, ohnehin Dauerthema, rückte noch weiter in den Fokus. Erwähnenswert, wenn auch fast am Rande: Die Demonstrationen gegen das iranische Regime. Regierungssprecher Hille fand das ''ein starkes Zeichen'', das natürlich registriert wurde – mit direkten Folgen für die Konferenz rechnet aber offenbar niemand. So bleibt am Ende ein oft zitierter Eindruck: Die Welt zu Gast in Bayern – und Berlin findet, sie habe ihre Rolle gut gespielt.

Die Bundesregierung bewertet die diesjährige Münchner Sicherheitskonferenz als Erfolg, insbesondere als zentrales Forum für den Austausch zwischen Europa und Nordamerika. Die thematischen Schwerpunkte lagen klar auf verstärkter europäischer Verteidigungsfähigkeit, Partnerschaften mit anderen Weltregionen sowie anhaltender Unterstützung für die Ukraine angesichts des russischen Angriffskriegs. Die Demonstrationen gegen das iranische Regime vor Ort wurden als bedeutendes Signal wahrgenommen, ohne dass sie unmittelbaren Einfluss auf die Konferenz hatten. Zusätzlich wurde in verschiedenen Medien kritisch über atmosphärische Spannungen zwischen Delegationen aus EU und USA, die Rolle Chinas sowie das Bestreben nach mehr Unabhängigkeit der europäischen Rüstung und den Umgang mit KI in der Sicherheitspolitik diskutiert. Darüber hinaus wurde deutlich, dass die Erwartungen an Deutschlands sicherheitspolitische Führungsrolle wachsen – zugleich herrscht bei vielen internationalen Beobachtern Skepsis, wie konsequent Berlin diese erfüllen wird.

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