Bürgergeld für Ukrainer: CDU-Generalsekretär Lobt neue Regelung

Carsten Linnemann, Generalsekretär der CDU, bewertet den Kabinettsbeschluss, wonach ukrainische Geflüchtete künftig Asylbewerberleistungen statt Bürgergeld erhalten sollen, als begrüßenswerten Schritt hin zu mehr Fairness im Sozialsystem.

19.11.25 18:02 Uhr | 103 mal gelesen

„Endlich etwas mehr Gerechtigkeit“, sagte Linnemann laut der Donnerstagsausgabe der 'Rheinischen Post'. Konkret bedeute dies: Ukrainer, die nach dem 1. April 2025 nach Deutschland kommen, bekommen im Falle von Bedürftigkeit kein Bürgergeld mehr – wie bisher –, sondern fallen unter das Asylbewerberleistungsgesetz. So werde nun das umgesetzt, was im Koalitionsvertrag vereinbart wurde, betonte der CDU-Generalsekretär. 'Das schafft die gleiche Ausgangslage, wie sie auch andere Geflüchtete haben', so Linnemann weiter. Zudem – das sei ihm besonders wichtig – müssten Betroffene künftig zeigen, dass sie aktiv Arbeit suchen: „Mehr Integration durch Erwerbstätigkeit, das nützt letztlich allen.“ Ironisch gesprochen: Die politische Wetterlage in Berlin ist geradezu aufgeklart – sofern man auf die Sichtweise der CDU schaut.

Um es auf den Punkt zu bringen: Die Bundesregierung will ab Frühjahr 2025 dafür sorgen, dass Geflüchtete aus der Ukraine, die neu nach Deutschland kommen, fortan keine Bürgergeldleistungen mehr erhalten, sondern wie andere Asylsuchende finanziell gleichgestellt werden. Nach Recherchen aus verschiedenen Medienhäusern gibt es Zustimmung, aber auch Kritik: Während CDU-Politiker wie Linnemann dies als gerechteren Umgang feiern, äußern Sozialverbände Bedenken hinsichtlich der Auswirkungen auf die Integration und Existenzsicherung der Betroffenen. Nach aktuellen Meldungen (taz, Spiegel) ist die Lage ohnehin angespannt zwischen der Forderung nach klaren Regeln einerseits und einem möglichen Integrationshemmnis durch niedrigere Leistungen – ein Diskurs, der wohl nicht so schnell abreißen dürfte. Ebenso verweisen tagesaktuelle Artikel darauf, dass parallele Debatten über Migration, Unterbringung und Arbeitsmarktintegration im Hintergrund weiter brodeln.

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