Im Kern geht es um die zentrale Frage: Wie schützt man junge Menschen im Netz so, dass ihnen Chancen nicht genommen werden und trotzdem Sicherheit gewahrt bleibt? Die Bundesdatenschützerin verweist auf die Notwendigkeit individueller, verhältnismäßiger Lösungen statt pauschaler Verbote, die viele völlig unterschiedliche Plattformen gleichermaßen betreffen würden. Auch andere Akteure wie Medienpädagogen, Jugendorganisationen und Fachpolitiker sehen das ähnlich und fordern intelligente Ansätze für Altersverifikation, die weder Datenschutzrechte aushöhlen noch unnötig viele Hürden aufbauen. Hintergrundrecherchen zeigen, dass immer wieder neue technische Innovationen diskutiert werden – vor allem sogenannte Zero-Knowledge-Proofs (ZKP) gewinnen an Bedeutung, weil sie das Prinzip "so wenig Daten wie möglich" beim Nachweis des Alters wahren. Die EUDI Wallet steht als EU-Initiative vor der Tür: Ziel ist, digitale Identität und sensible Altersnachweise zusammenzubringen, ohne zu viele persönliche Daten preisgeben zu müssen. Gleichzeitig stoßen pauschale Verbotsideen bei Experten, Verbänden und sogar einigen Eltern auf Widerspruch: Man müsse Aufklärung, technische Schutzkonzepte und Beteiligung der Jugendlichen im Blick behalten, um Medienkompetenz und Schutz gleichermaßen zu fördern.