Caren Miosga diskutiert live: Wie gefährlich wird die Krise im Iran?

München – US-Präsident Trump verschärft den Ton gegen den Iran. Könnte sein Vorgehen das islamische Regime ins Wanken bringen?

heute 15:55 Uhr | 2 mal gelesen

Manchmal spürt man einen kollektiven Druck in der Luft, der Minuten vor einer Gewitterfront gleichen könnte – so fühlt sich gerade die Stimmung im Iran an. Das islamische Regime reagiert auf intensive Proteste mit massiver Härte – doch Berichte über die wahre Zahl der Opfer bleiben diffus, irgendwo zwischen Mutmaßung, Angst und Zensur gefangen. Zehntausende Menschen verschwinden in Haftzentren, während draußen die Drohkulisse wächst: Die Amerikaner unter Präsident Trump haben nicht nur ihre Militärpräsenz ausgebaut, sondern drohen offen mit Angriffen. Plötzlich stehen Kampfflugzeuge in Jordanien zum Abheben bereit, die Verteidigung am Golf wird noch dichter. Gleichzeitig versucht Europa mit frischen Sanktionen und der neuen Einordnung der Revolutionsgarde als Terrororganisation ein Zeichen zu setzen – wobei man hier im sicheren Fernsehstudio nicht weiß, wie weit solche Signale tatsächlich reichen. Könnte der explosive Cocktail aus Inlandsprotesten und westlichem Druck alles über den Rand schubsen? Oder führt jede weitere Machtdemonstration nur tiefer ins Chaos – im Iran, aber vielleicht bald in der ganzen Region? Caren Miosga stellt das Thema kontrovers mit diesen Gästen zur Diskussion: • Natalie Amiri (Journalistin, Ex-ARD-Korrespondentin für den Iran) • Peter Neumann (Experte für Terrorismusbekämpfung am King’s College London) • Daniel Gerlach (Publizist, Chefredakteur des Magazins 'zenith') Pressehinweise und weiteres Bildmaterial gibt es wie gewohnt unter www.ard-foto.de, bei allen Presseanfragen wenden Sie sich bitte an Dr. Lars Jacob (ARD) oder Stephan Clausen (Caren Miosga Redaktion).

Die Live-Sendung von Caren Miosga beleuchtet die dramatische Lage im Iran, wo das Regime nach massiven Protesten mit brutaler Gewalt gegen Teile der eigenen Bevölkerung vorgeht, während internationale Spannungen – vor allem durch die Drohungen von Präsident Trump und neue EU-Sanktionen – weiter zunehmen. Die tatsächliche Zahl der Todesopfer bleibt undurchsichtig; gleichwohl steht die Region am Rande einer Eskalation, da sowohl westlicher als auch inneriranischer Druck auf das System wächst. Neue Recherchen zeigen: Inzwischen wurden Internetverbindungen im Iran gezielt gedrosselt, es gibt Hinweise auf schwere Menschenrechtsverletzungen, und westliche Geheimdienste gehen intern von einer weitaus größeren Bewegung gegen das Regime aus als bisher öffentlich diskutiert. Von Tag zu Tag wächst die Sorge, eine weitere Provokation könnte ein militärisches Flächenbrand-Szenario auslösen – auch weil die geopolitischen Fronten sich weiter polarisiert haben. Zahlreiche europäische Außenminister rufen zudem zur Unterstützung der Opposition im Iran und zu Deeskalation am Golf auf, während China und Russland weiterhin Zurückhaltung fordern.

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