Wincent Weiss erklimmt mit neuem Album die Chartspitze

Mit 'Hast du kurz Zeit' setzt sich Wincent Weiss erneut an die Spitze der deutschen Album-Charts – und das nicht zum ersten Mal.

heute 15:43 Uhr | 3 mal gelesen

Am Freitag hat die GfK offiziell bekanntgegeben, dass Wincent Weiss mit seinem neuen Longplayer die deutschen Album-Charts anführt. Damit reiht sich 'Hast du kurz Zeit' als sein drittes Nummer-eins-Album nach 'Vielleicht irgendwann' (2021) und dem festlichen 'Wincents weisse Weihnachten' (2023) in seine Erfolgsgeschichte ein. Direkt dahinter platziert sich Louis Tomlinson mit 'How Did I Get Here?', während 'Megadeth' mit ihrem selbstbetitelten Werk aufs Treppchen klettern. Dick Brave – das rockige Alter Ego von Sasha – findet sich mit 'Back For Good' auf Platz vier, dicht gefolgt von den Butcher Sisters und ihrem 'Das Schwarze Album'. In den Single-Charts präsentieren sich Taylor Swift, Raye und Zara Larsson als reines Frauenpower-Trio auf dem Siegertreppchen. Spannender Nebenaspekt: Fast 90 Prozent des Musikverkaufs fließen, wie die GfK betont, in die offiziellen Chart-Ermittlungen ein. Nirgendwo tanzt die Musik so aktuell wie hier – oder?

Mit 'Hast du kurz Zeit' landet Wincent Weiss seinen nächsten Nummer-eins-Erfolg und bestätigt damit seine anhaltende Beliebtheit in der deutschen Musikszene. Die Charts zeigen eine bemerkenswerte Vielfalt – internationale Künstler wie Louis Tomlinson und Megadeth behaupten sich ebenso wie deutsche Acts und musikalische Alter Egos. Besonders auffällig: Der weiblich besetzte Single-Thron, angeführt von Taylor Swift, markiert einen starken Moment für Frauen im Pop – und ein Spiegelbild des aktuellen Zeitgeists. Dazu wurde in mehreren Medien betont, dass die Charts immer wieder ein Stimmungsbild der Gesellschaft spiegeln; beispielsweise analysiert die Süddeutsche den Trend zu persönlicheren Songtexten, während die Zeit im Kontext der Kulturbranche auf Missverhältnisse zwischen Streaming und realer Popularität eingeht. Aktuelle Debatten um die Relevanz der Charts angesichts der Dominanz von sozialen Medien mischen sich mit nostalgischer Freude, dass klassische Chartplatzierungen noch zelebriert werden.

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