Der CDU-Wirtschaftsrat fordert angesichts der zunehmenden Finanzmisere der Kommunen eine neue Föderalismuskommission, um die strukturellen Schwächen bei den kommunalen Einnahmen – vor allem wegen der Abhängigkeit von der schwankenden Gewerbesteuer – zu beheben. Zentrale Anliegen sind eine konsequentere Trennung der Aufgaben zwischen Bund, Ländern und Kommunen sowie eine Überprüfung und Begrenzung der Sozialausgaben, damit Kommunen wieder politisch handlungsfähig bleiben. Hintergrund der Forderung ist die immer größere Überlastung der Kommunalhaushalte durch unausweichlich wachsende Sozialaufgaben, bei gleichzeitig eingeschränkten Möglichkeiten zur Haushaltsgestaltung; jüngst wurde auf Bundes- und Länder-Ebene eine Debatte darüber angestoßen, wie der Föderalismus an die neuen finanziellen Realitäten angepasst werden kann. Aus aktuellen Recherchen geht hervor, dass auch der Deutsche Städte- und Gemeindebund sowie verschiedene Experten von einer Neujustierung der föderalen Finanzbeziehungen sprechen, da staatliche Vorgaben wie das Bürgergeld und steigende Mindeststandards die kommunalen Budgets noch weiter belasten – zudem mehren sich Berichte, wonach die Länder ebenfalls eine Reform der föderalen Finanzströme drängen, damit Bund, Länder und Kommunen nicht weiterhin gegeneinander arbeiten.