Chefetage am Taktstock: Alain Altinoglu dirigiert ungewöhnliches Orchester

Frankfurt. Die Management Symphony vereint rund hundert Führungspersönlichkeiten aus Unternehmen, Wissenschaft, Jura, Medizin und Medien, die gemeinsam als Orchester aufspielen. Während ihrer jährlichen Probensession legen sie Bleistift und Laptop beiseite, schlüpfen in Musikerrollen und holen sich regelmäßig hochkarätige Profis als Gäste ins Boot. Dieses Mal fungiert das hr-Sinfonieorchester Frankfurt als Partner - das Ergebnis dieser kreativen Zusammenarbeit wird am Sonntag, 26. April, um 11 Uhr mit Alain Altinoglu auf dem Dirigentenpodest im hr-Sendesaal zu hören sein.

heute 14:33 Uhr | 2 mal gelesen

Das diesjährige Konzert der Management Symphony, ein echtes Crossover-Projekt zwischen Hobby-Musikern mit Leitungsfunktion und Profi-Instrumentalisten, steht passenderweise unter dem Titel "Symphonic Side Step". Mit sechs führenden hr-Sinfonikern an ihrer Seite wagen sich die Manager und Managerinnen an Hector Berlioz' exzentrische „Symphonie fantastique". Dieses sinfonische Werk wirbelt nicht nur inhaltlich durch rauschhafte Fantasien und ekstatische Szenen – das Orchester lebt sich darin förmlich aus, von Ballsaal-Rausch bis zu makabrer Hexenparade. Vorher gibt es noch das energiegeladene Trompetenkonzert des armenischstämmigen Komponisten Alexander Arutjunjan mit hr-Solist Jón Vielhaber am Ventilhorn zu hören. Für Alain Altinoglu, den Chefdirigenten mit französisch-armenischen Wurzeln, sind beide Werke offensichtlich mehr als bloßer Programmpunkt – sie liegen ihm hörbar am Herzen. Wer bei dieser Mischung aus Leidenschaft und Profession mitten dabei sein will, kommt ins hr-Sendesaal (Bertramstraße 8, Frankfurt) – Karten kosten zwischen 15,50 und 27 Euro, Jugendliche unter 20 zahlen nur einen Zehner (sofern schnell genug). Infos, Videos und Neuigkeiten findet man auf den Social-Media-Seiten des hr-Sinfonieorchesters. Pressekontakt bei Fragen: Isabel Schad (069 155 6823, isabel.schad@hr.de).

Das Konzept der Management Symphony, bei dem Führungskräfte ihrem Alltag entfliehen und mit Profi-Musikern musizieren, ist nicht nur ein kreativer Ausbruch, sondern auch ein Statement für mehr Kooperation und Empathie zwischen unterschiedlichen Branchen. Alain Altinoglu bringt als Dirigent nicht nur musikalische Leidenschaft, sondern auch seine persönliche Verbindung zu den präsentierten Stücken ein – Berlioz' "Symphonie fantastique" bleibt ein originelles und risikofreudiges Herzstück des klassischen Repertoires, während Arutjunjans Trompetenkonzert als selten gehörtes, technisch forderndes Werk ebenfalls herausragt. In aktuellen Berichten spiegelt sich, dass Musikprojekte wie dieses zunehmend als soziale Brückenbauer in einer oft fragmentierten Gesellschaft wirken; sie geben dem Begriff „Zusammenklang“ eine ganz neue Dimension. Zudem wurde im Rahmen ähnlicher Musikereignisse diskutiert, wie Kulturevents nach der Pandemie weiterhin neue Besuchergruppen gewinnen – Initiativen wie die Management Symphony gelten als Vorbilder für nachhaltige und inklusive Kulturangebote. Alain Altinoglu selbst wird in jüngeren Interviews als Dirigent hervorgehoben, der für Offenheit, Experimente und eine weltoffene Musiklandschaft steht. Das verbindet ihn nicht zuletzt mit Orchester-Musikern, die solche außergewöhnlichen Kooperationsprojekte überhaupt ermöglichen.

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