Chrupalla fordert Ende der Ukraine-Militärhilfe nach Nord-Stream-Anklage

Berlin – Nach einer Anklage des Generalbundesanwalts wegen des Anschlags auf die Nord-Stream-Pipelines gerät die Diskussion über die deutsche Militärunterstützung für die Ukraine erneut in den Fokus. Im Mittelpunkt der Ermittlungen steht ein ukrainischer Soldat namens Serhij K., der zum Zeitpunkt der Tat offenbar für Spezialkräfte und vorab möglicherweise für den Geheimdienst gearbeitet hat, während sein mutmaßlicher Komplize weiterhin frei ist. Die Frage nach den Drahtziehern bleibt bislang ungeklärt, doch Tino Chrupalla von der AfD meldet sich hierzu mit klaren Worten zu Wort.

02.07.26 12:00 Uhr | 1 mal gelesen

Das mit dem Nord-Stream-Anschlag muss lückenlos aufgeklärt werden – darüber sind sich vermutlich die meisten einig, sagt zumindest Tino Chrupalla, Sprecher der AfD. Allerdings, so betont er, dürfe eine wirkliche Untersuchung nicht bei den Tätern haltmachen, sondern müsse sich vielmehr bis in die höchsten Ränge der ukrainischen Führung und auch Geheimdiensten vorwagen. Denn nur dann, sagt er, lässt sich ein Gesamtbild entwickeln – und klären, ob womöglich andere Staaten an dem mutmaßlichen Kriegsverbrechen beteiligt gewesen sein könnten. Chrupalla stellt dabei klar: Allein die bisher bekannten Fakten, meint er, würden schon reichen, um sämtliche Militärhilfen für die Ukraine auf Eis zu legen. Und ganz ehrlich, bei so viel politischem Sprengstoff wundert es fast, dass diese Debatte nicht schon längst überall hitziger geführt wird.

Die Anklage gegen einen ukrainischen Soldaten im Zusammenhang mit dem Nord-Stream-Anschlag entfacht erneut Debatten darüber, wie tiefgehend die Ermittlungen geführt werden sollten und ob Deutschland weiterhin die Ukraine militärisch unterstützen sollte. Chrupalla, Sprecher der AfD, fordert eine rigorose Aufarbeitung, die auch die obersten Befehlshaber und Dienste der Ukraine ins Visier nimmt, um internationale Zusammenhänge offenzulegen. Nach aktuellem Stand ist ungeklärt, wer tatsächlich hinter dem Anschlag steht – ein Detail, das für viele zum Zünglein an der Waage im Hinblick auf weitere Hilfsleistungen werden könnte. Recherchen in aktuellen Medien zeigen, dass mehrere neue Entwicklungen um den Nord-Stream-Anschlag diskutiert werden. Die Süddeutsche berichtet von der Anklage gegen den ukrainischen Soldaten und thematisiert die Komplexität und internationale Brisanz im Ermittlungsverfahren. Spiegel Online blickt auf die politische Sprengkraft, die das Verfahren für das internationale Verhältnis birgt und ordnet die Reaktionen deutscher Parteien ein. Die Zeit hebt hervor, dass Sicherheitsbehörden anderer europäischer Länder noch immer auf Beteiligte des Sabotageaktes suchen und auch Verbindungen zu internationalen Geheimdiensten prüfen.

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