Für die CSU ist das Thema klar: Das Ehegattensplitting bleibt, Punkt. Jedenfalls, wenn es nach CSU-Generalsekretär Martin Huber geht. "Wir sehen keine Notwendigkeit, an einer Regelung zu rütteln, die Eheleuten Steuervorteile bringt – gerade dann, wenn die Einkommen nicht gleich verteilt sind", argumentiert Huber gegenüber der Mediengruppe Bayern. Seiner Meinung nach käme eine Abschaffung einer versteckten Steuererhöhung für Ehepaare gleich. Und ehrlich gesagt: Wer will schon erleben, dass der Staat plötzlich alte Versprechen über den Haufen wirft? Huber sieht in der Debatte offenbar einen Versuch, an den Lebensentwürfen der Menschen herumzudoktern. Zeitweise klingen seine Worte fast wie ein genereller Warnruf Richtung Berlin: Nicht der Rotstift, sondern Entlastung soll im Mittelpunkt der Steuerpolitik stehen, speziell für Familien. Interessanterweise bleibt offen, wie lange sich dieses klassische Familienbild noch als Gegenargument hält. Aber wie so oft: Der pawlowsche Reflex gegen Steuererhöhungen sitzt tief.
Die CSU positioniert sich erneut als vehementer Verteidiger des Ehegattensplittings und schießt scharf gegen SPD-Pläne, diese steuerliche Regelung zu kippen. In der aktuellen Debatte kritisiert CSU-Generalsekretär Huber die Vorschläge als unfaire Belastung für verheiratete Paare, besonders bei ungleichen Einkommen, und als Gefahr eines massiven Eingriffs in gewachsene Lebensläufe. Während Kritiker wie die SPD das Ehegattensplitting als überholt für moderne Familienstrukturen ansehen, hält die CSU an dem bestehenden Modell fest – im Windschatten einer Zeit, in der Familienpolitik mehr denn je zum politischen Zankapfel geworden ist. Media-Beobachtungen zeigen, dass diese Diskussion in Deutschland regelmäßig Wellen schlägt, zuletzt verstärkt durch steigende Lebenshaltungskosten und anhaltende Debatten um Steuergerechtigkeit. Neuere Stimmen fordern, das Splitting allenfalls zu reformieren, statt es einfach zu streichen.