Es war wohl nur eine Frage der Zeit, bis sich in der deutschen Ladeinfrastruktur-Landschaft größere Verschiebungen ankündigen. Und wie es so ist, treffen sich manchmal genau die richtigen Akteure am Verhandlungstisch: CUBOS und ChargeOne. Was auf den ersten Blick nach üblicher Expansion wirkt, hat überraschend konkrete Konsequenzen – etwa den Verbleib aller Arbeitsplätze und den unmittelbaren Zugang zu Know-how und Ansprechpartnern, die in den letzten Jahren die Elektromobilität in Deutschland mitgeprägt haben. Die bisherige Belegschaft wird vollständig übernommen, inklusive ihrer gewachsenen Erfahrung in Planung, Montage und Betrieb – nicht zu unterschätzen angesichts eines Marktes, der nicht gerade von Fachkräften überschwemmt wird. Für bestehende ChargeOne-Kunden bleibt im Prinzip alles beim Alten: Verträge laufen weiter, der Betrieb ihrer Ladestationen ist gesichert und Neuerungen verspricht das nun größere Serviceangebot, unter anderem eine automatisierte Abrechnung oder smartere digitale Werkzeuge. Nach außen mag eine Übernahme meist nüchtern klingen, aber intern bedeutet sie oft neuen Schwung – ob nun bei der Optimierung von Prozessen, oder schlicht durch die Kombination zweier Unternehmenskulturen.
Interessant ist dabei, wie CUBOS Wachstum denkt: Hands-on, mit Hardware und Software „made in Germany“, kurzen Wegen und viel Eigenentwicklung. Gerade weil in Süddeutschland nach wie vor viele Hidden Champions sitzen, zahlt sich die Verlagerung dorthin strategisch aus. Dass Nachhaltigkeit und Energieeffizienz nebenbei mitwachsen, ist kein bloßer Marketingsatz: CUBOS setzt seit einigen Jahren auf Batteriespeicher und Photovoltaik-Kopplung, was den Gedanken von Energieautarkie und Dekarbonisierung ins Zentrum stellt. Über 130 Mitarbeitende sorgen inzwischen nicht nur für Betriebssicherheit, sondern auch für ein wenig Aufbruchstimmung in einer Regulatorik, die oft schweren Boden bietet. Ach ja: Wer übrigens schon Erfahrung mit nahtlosen Übernahmen gemacht hat, weiß, dass auch mal etwas ruckelt – aber wenn Expertise so gebündelt wird, kann daraus mehr entstehen als nur die Summe der Teile.
CUBOS sichert mit der Übernahme von ChargeOne nicht nur sämtliche Arbeitsplätze, sondern verdoppelt seine installierten Ladepunkte und stärkt gezielt seine Stellung im süddeutschen Raum. Durch die Kombination beider Unternehmen gewinnen Kunden sofortige Vorteile in puncto Dienstleistungsangebot, Digitalisierung und Prozessoptimierung – und CUBOS schiebt sich weiter in Richtung Marktführerschaft bei der flächendeckenden Elektromobilität.
Aktuelle Entwicklungen aus der Branche zeigen, dass die Ladeinfrastruktur in Deutschland weiterhin ausgebaut werden muss, um das Wachstum der E-Mobilität abzufedern: So berichtet die Süddeutsche Zeitung von neuen Konflikten um lokale Stromnetze, die den zeitgleichen Hochlauf erschweren (Quelle: Süddeutsche Zeitung). Im Spiegel wird analysiert, dass die Bundesregierung die Ziele für Ladepunkte im Jahr 2023 verfehlt hat, was den Marktfokus auf Anbieter wie CUBOS noch verstärkt (Quelle: Der Spiegel). Laut der FAZ steigen Investitionen in Ladeparks trotzdem kontinuierlich, da die Privatwirtschaft zunehmend auf Synergieeffekte und intelligente Infrastruktur setzt (Quelle: FAZ). Die Initiative von CUBOS passt damit durchaus in das Bild einer Branche, die auf Kooperationen und Skalierung angewiesen ist.