Daniel Günther hält Kanzleramt grundsätzlich für denkbar

Daniel Günther, Regierungschef in Schleswig-Holstein und CDU-Mitglied, schließt nicht aus, eines Tages für das Amt des Bundeskanzlers zu kandidieren.

heute 06:42 Uhr | 2 mal gelesen

Die Frage, ob er Kanzler werden wolle, pariert Daniel Günther gewohnt diplomatisch. "Bloß kein Minister", stellte er dem Magazin "Focus" unlängst klar. Ministerpräsident? Unbedingt, und zwar noch eine ganze Weile. Für die nächste Landtagswahl im Norden Deutschlands steht fest: Günther geht wieder ins Rennen als Spitzenkandidat. Ob es ihn langfristig doch nach Berlin ziehe? Nun, ausschließen mag er es nicht – ganz im Gegenteil: Sein Ehrgeiz reicht offenbar über Kiel hinaus. Trotzdem betont er, wie viel Freude ihm das derzeitige Regieren in Schleswig-Holstein macht. In der laufenden schwarz-grünen Koalition setzt Günther mehr auf pragmatisches Miteinander als auf Krawall. Er spricht sogar stolz vom sogenannten "Schleswig-Holstein-Stil", der aus seiner Sicht so manches Vorbild für das Streit-erprobte Berlin abgeben könnte. Ach ja, und obendrein: In Berlin, davon ist Günther überzeugt, wird konstruktive Zusammenarbeit immer wichtiger.

Im Moment richtet Daniel Günther seinen Fokus auf die kommende Wahl in Schleswig-Holstein, bleibt aber für größere Aufgaben offen. Auffällig ist sein Stolz auf die ruhige Kooperation von CDU und Grünen im Norden, die bundesweit als Gegenentwurf zum oft zerstrittenen Bundeskabinett gilt. Günther ist bekannt für seinen ausgleichenden Kurs und hohe Sympathiewerte – zugleich mehren sich in der CDU Stimmen, die jüngere, unaufgeregte Politiker wie ihn als Zugpferd fürs Kanzleramt ins Spiel bringen. Ergänzt durch aktuelle Recherchen: In den letzten Tagen gab es vermehrt Diskussionen um die zukünftige Führungsriege der CDU, unter anderem angesichts der schwächelnden Umfragewerte der Partei auf Bundesebene. Während Merz weiterhin als Spitzenkandidat gehandelt wird, gelten Politiker wie Günther oder auch Hendrik Wüst als mögliche Alternativen, sollte sich die Stimmung weiter gegen den aktuellen Kurs richten. Die schwarz-grüne Zusammenarbeit in Kiel wird in politischen Kommentaren häufig als Beispiel für eine mögliche Koalitionsvariante auf Bundesebene analysiert, insbesondere angesichts der Fragmentierung der deutschen Parteienlandschaft (Quellen: taz, FAZ, ZEIT).

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