Laut den aktuell ausgewerteten Zahlen des Handelsblatt Research Institute strichen die obersten Führungskräfte der Dax-Konzerne im Jahr 2025 insgesamt satte 261,3 Millionen Euro an Vergütungen ein, was gegenüber dem Vorjahr einen Sprung von fast 13 Prozent bedeutet. Interessanterweise war das nicht die erste Runde Gehaltserhöhungen: Schon 2024 und auch 2023 wurde mehr ausgezahlt, wenngleich in unterschiedlichem Ausmaß. Noch im Jahr 2022 allerdings mussten sich die Konzernlenker mit weniger zufriedengeben – also durchaus eine Achterbahnfahrt. Das Plus 2025 erklärt sich besonders durch einmalige Sonderzahlungen, zum Beispiel für Vertragsauflösungen, aber auch durch immer größere Anteile an aktienkursabhängiger Vergütung. Da kann man sich schon mal wundern: Sieben der Bosse knackten sogar die Zehn-Millionen-Marke. Im Durchschnitt lag das Jahreseinkommen der CEOs zuletzt bei rund 6,9 Millionen Euro. Während Gewerkschaften und viele Mitarbeiter diese Entwicklung angesichts steigender Lebenshaltungskosten eher mit Kopfschütteln verfolgen und von einer Annäherung an US-amerikanische Gehaltsdimensionen sprechen, verteidigen Vertreter der Unternehmen die hohen Summen als notwendigen Anreiz für internationale Top-Talente. Einfache Antworten gibt es nicht – die Diskussion dürfte weitergehen.
Die Gehälter der Dax-Vorstände sind 2025 erneut gestiegen, diesmal sogar noch deutlicher als in den Vorjahren. Zu verdanken ist das zum großen Teil Sondereffekten wie Abfindungen und einer starken Ausrichtung der Vergütung am Börsenerfolg der Unternehmen – ein Trend, der in den letzten Jahren immer stärker wird. Die wachsende Kluft zwischen Spitzenmanagement und restlicher Belegschaft sorgt für zunehmende gesellschaftliche und politische Spannungen; Gewerkschaften pochen auf mehr Transparenz und Fairness. Laut FAZ und Süddeutscher Zeitung findet parallel eine Debatte über nachhaltigere Vergütungsmodelle statt, die auch ökologische und soziale Zielgrößen umfassen sollen.