Deutschland und Rumänien stärken militärische Partnerschaft – Fokus auf Verteidigungsindustrie

Kanzler Friedrich Merz (CDU) empfing am Mittwoch Rumäniens Premier Ilie Bolojan in Berlin. Im Zentrum stand die Entscheidung über eine intensivere Kooperation in der Rüstung – direkt flankiert von einem Treffen der Verteidigungsminister.

heute 16:26 Uhr | 3 mal gelesen

Mit einem Handschlag und deutlichen Worten kündigten Merz und Bolojan nach ihrem Treffen an, die Verteidigungszusammenarbeit zwischen Deutschland und Rumänien massiv voranzutreiben. "Im Anschluss an unser Gespräch werden die Minister ein Abkommen zur militärischen Zusammenarbeit besiegeln. Es ist ein nötiger, gemeinsamer Schritt für unsere Sicherheit", sagte Merz vor laufender Kamera – eine fast schon nüchterne Feststellung vor dem Hintergrund wachsender Spannungen in Osteuropa. Die Gespräche drehten sich nicht nur um Waffen und Militär, sondern auch um Energie, Industrie und geopolitische Fliehkräfte. Bolojan betonte die Modernisierung der Verteidigungsindustrien, vor allem mit Blick auf die drohenden Schatten Russlands: Angriffe, die weit über klassische Schlachtfelder hinausgehen, Cyberattacken, gezielte Desinformation und Luftraumverletzungen. Gewaltige Herausforderungen also – und als Antwort fliegt die Bundeswehr zum vierten Mal ihre Eurofighter zur Sicherung des rumänischen Himmels. Bolojan lenkte den Blick nach Osten: Die Angriffe auf die kritische Infrastruktur der Ukraine – ein Alltag des Schreckens für die dortige Bevölkerung – prägten auch die Sicherheitspolitik Rumäniens. Besonders Moldau rückte er in den Vordergrund. Für Rumänien ist dessen Stabilität kein Randthema, sondern Kerninteresse. Die jüngst eröffneten EU-Beitrittsgespräche mit Moldau wertet er als dringend notwendiges Signal in die Region. Es bleibt abzuwarten, welche Realität die hochtrabenden politischen Phrasen in naher Zukunft einlösen.

Deutschland und Rumänien vereinbarten in Berlin eine engere Zusammenarbeit im Rüstungssektor, unmittelbar nach Gesprächen beider Regierungschefs. Die Abmachung zielt darauf ab, die Verteidigungsindustrien zu modernisieren und flexibler auf neue Bedrohungen, insbesondere durch Russland, reagieren zu können. Die Unterstützung der Stabilität in der Republik Moldau bleibt für Rumänien strategisch bedeutsam. Aktuelle Berichterstattung (Stand: 2024-06-13): - In letzter Zeit intensiviert sich die militärische und sicherheitspolitische Vernetzung innerhalb der EU, nicht zuletzt angesichts der russischen Drohkulisse in Osteuropa. Medien berichten zudem von erhöhter Bereitschaft Europas, Abhängigkeiten in Energie und Militärtechnologie abzubauen (vgl. Tagesschau, 13.06.2024). Neue EU-Maßnahmen zur Cybersicherheit wurden vorgestellt, um hybride Angriffe besser abzuwehren (vgl. Spiegel, 12.06.2024). Rumäniens Engagement für Moldaus Integrationsprozess in die EU wird ebenfalls international beobachtet (vgl. FAZ, 12.06.2024).

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