Vor dreißig Jahren hätte kaum jemand geglaubt, dass ein Restaurant beim Möbelkauf mehr als nur ein praktisches Extra sein könnte. Thomas Saliger, Unternehmenssprecher von XXXLutz, schwärmt: „Wir setzen auf regionale Zutaten und richtig ordentliche Portionen – das schätzen unsere Gäste.“ Tatsächlich ist das kulinarische Konzept so erfolgreich, dass jeder zweite Österreicher im Laufe eines Jahres bei XXXLutz einkehrt. Die Karte ist so vielseitig wie ein Schweizer Taschenmesser: Frühstück, Suppen, Salate, saisonale Highlights, hausgemachte Kuchen und Kaffee – und vieles davon auch vegetarisch oder vegan. Die Preise bleiben bodenständig, fast trotzig – wahrscheinlich ein Grund, warum sich die Kundschaft gleichermaßen aus Familien, Senioren und jungen Leuten zusammensetzt. Während des 30-jährigen Jubiläums gibt es vier Wochen lang jeden Tag ein besonderes Gericht zum Sonderpreis von 6 Euro – von Schnitzel bis Zander.
Hinter den Kulissen führt Andreas Haderer das Gastro-Team – ein Koch mit Herzblut und Vision. In seiner Zeit bei XXXLutz entwickelte er zusammen mit seinem Team immer wieder neue Angebote, achtete auf die Herkunft der Ware und setzte auf Nachhaltigkeit: Die Zusammenarbeit mit dem Familienbetrieb Hütthaler garantiert Tierwohl und Transparenz von der Landwirtschaft bis zum Teller. Die lückenlose Herkunftskennzeichnung, freiwillig eingeführt und akribisch gepflegt, ist eine Spezialität der XXXL-Restaurants. Technische Innovationen, wie etwa ein Serviceroboter namens 'Lutzi', bringen nicht nur Effizienz, sondern auch ein Augenzwinkern ins Tagesgeschäft.
Die Ausbildung des Gastronomie-Nachwuchses nimmt einen hohen Stellenwert ein: Wer sein Handwerk bei XXXLutz lernt, bekommt nicht nur Einblick in Küche und Service, sondern lernt auch das Drumherum – Marketing, Planung, Organisation. Fast jede fünfte Kraft in der österreichischen Systemgastronomie begann ihre Karriere hier.
Das eigenbetriebliche Modell ist Teil des Erfolgsgeheimnisses: XXXLutz gibt die Kontrolle über Speisen, Service und Preisgestaltung nicht aus der Hand, sondern sorgt selbst für Qualität und Kundenzufriedenheit. Und die Innovationslust lässt nicht nach: In der Mariahilfer Straße in Wien überrascht die neue Spezialität „myKas“ – ein modernes Leberkäse-Semmerl, mal im Bauernstil, mal mexikanisch, mal mit Laugengebäck. Man spürt: Hier schnurrt ein mittelständischer Motor nicht müde durch, sondern bleibt in Bewegung.
Ein Rückblick auf die Entwicklung liest sich wie ein Best-of aus Gastro und Unternehmertum: Von der ersten Eröffnung 1996 in Wiener Neustadt, über die Einführung des berühmt-berüchtigten XXXL-Schnitzels, bis hin zu den Stand-alone-Restaurants oder den digitalen Herkunfts-Nachweisen für jedes Stück Fleisch. Aktuell werden rund 90 Prozent der verwendeten Lebensmittel aus Österreich bezogen. Nicht zuletzt ist XXXLutz inzwischen der zweitgrößte Möbelhändler der Welt, mit 400 Standorten und über 27.000 Beschäftigten. Ach ja – und 6,4 Milliarden Euro Umsatz im vergangenen Jahr. Wer hätte das gedacht – ein Restaurant am Rande eines Möbelhauses macht eben manchmal Appetit auf mehr.
Von einer Randnotiz im Möbelhaus zu einer ernstzunehmenden Gastro-Marke: Die XXXLutz-Restaurants sind ein Paradebeispiel für konsequente Markenentwicklung und unternehmerischen Mut. Regionalität, faire Preise und Innovationskraft bilden das Fundament, auch im Jubiläumsjahr. Neuigkeiten aus den letzten Tagen zeigen, dass der Gastronomiesektor weiterhin in Bewegung ist: XXXLutz setzt auch künftig auf hohe Qualität und lokale Kooperationen – so etwa beim Ausbau der Herkunftskennzeichnung, verstärktem Nachhaltigkeitsfokus und kreativen Aktionswochen.