Rekordbeteiligung bei Notfall-Großübung LÜKEX 2026 – Deutschland proben für den Ernstfall

Bonn – Mit mehr als 150 teilnehmenden Stellen startet Deutschlands bisher größte länder- und ressortübergreifende Notfallübung in die Arbeitsphase. Das BBK schaltet 2026 auf höchster Ebene: Im Mittelpunkt steht, wie der Staat mit extremen Hitzewellen und Dürreperioden umgeht. Im November 2026 steht das eigentliche Krisen-Szenario auf dem Plan – ein Gradmesser für die Krisenfestigkeit des Landes.

heute 11:56 Uhr | 3 mal gelesen

Das Thema für die LÜKEX 2026 hat es in sich: Ein Szenario, wie es jedem Landstrich hier vermutlich unheimlich vorkommt, wird geprobt. Nach aufeinanderfolgenden Dürrejahren findet sich Deutschland in einer Krise wieder – monatelange Trockenheit und eine kaum fassbare Hitzewelle stellen Bevölkerung, Wirtschaft und Verwaltung auf eine harte Probe. Die Regierung will so die eigenen Mechanismen auf den Prüfstand stellen und einen realistischen Belastungstest für die katastrophalen Folgen des Klimawandels durchführen. BBK-Vize Dr. René Funk sagt dazu: „Wir probieren im geschützten Raum aus, was im Ernstfall auf dem Spiel steht. Krisen, die durch den Klimawandel immer wahrscheinlicher werden, zwingen uns, robust zu handeln und zu entscheiden.“ Doch richtig spannend wird es erst, wenn man weiß, was dahinter alles steckt: Seit über zwei Jahren werden Pläne geschmiedet, Details durchdacht und in Mini-Übungen getestet. Rund 30 Teilübungen sind bereits gelaufen, viele Erkenntnisse fließen in das 'große Ganze', das im November 2026 simuliert wird. Wie der Mensch – ein sturer Organisator, der seinen Werkzeugkasten immer wieder umsortiert, bevor es wirklich ernst wird. Das LÜKEX-Szenario wurde nicht aus der Luft gegriffen, sondern fußt auf der Risikoanalyse 'Dürre' des BBK und dem Input von Fachleuten etwa des Deutschen Wetterdiensts. Es geht um strategische Entscheidungen, Sektorüberschreitungen, Menschlichkeit trotz Technik – und am Ende auch um schnelle, klare Kommunikation nach außen. Knapp 150 Organisationen bewegen sich im Lern-Modus: Behörden unterschiedlichster Couleur, kritische Infrastrukturbetreiber, Hilfs- und Rettungsdienste, Plattformen – sie alle sitzen mit im Boot, lassen sich auf ungewohnte Abläufe ein und überprüfen ihre Reaktionsmuster. Vielleicht nicht jedem bekannt: Die LÜKEX ist kein reines Behördenritual, sondern wirkt als Innovationsmotor für Deutschlands Krisenmanagement. Man trainiert nicht bloß für den Notfall, sondern entwickelt im Austausch Prozesse, die auch später im Alltag nützlich sein könnten – ein bisschen wie Trockenübungen im Sport. Wer tiefer rein will: Das BBK gilt als Taktgeber in Sachen Bevölkerungsschutz und ist seit seiner Gründung 2004 stetig gewachsen. Der Hauptsitz ist Bonn; fast 700 Beschäftigte bauen an Sicherheitsnetzen für den schlimmsten Fall. Man sagt manchmal: Wer vorbereitet ist, hat den halben Kampf gewonnen.

Die Vorbereitungen für LÜKEX 2026 laufen bereits seit 2024 und bündeln die Kräfte von Bund, Ländern, Einsatzdiensten sowie zahlreichen Partnerinstitutionen zur stärksten Krisenmanagementübung Deutschlands. Im Mittelpunkt steht der Ernstfall einer verheerenden Hitze- und Dürreperiode – ein Szenario, das vor allem durch die wachsenden Risiken des Klimawandels eine drängende Aktualität hat. Letzte Details zur Übung zeigen eine deutliche Intensivierung der Zusammenarbeit zwischen öffentlichen, privaten und zivilen Akteuren: So werden neben den klassischen Behörden auch Betreiber kritischer Infrastrukturen und Hilfsdienste auf katastrophale Ausfallsituationen vorbereitet und Kommunikationsstrukturen einem Stresstest unterzogen. Nach aktuellen Recherchen betonen neue Stimmen aus Politik und Wissenschaft, dass eine bessere Verzahnung aller Alarm- und Versorgungsmechanismen gefordert wird, da allein im Jahr 2022 Dürreschäden milliardenschwere Folgen für Landwirtschaft, Städte und das Energiesystem mit sich brachten. Unterdessen mahnen Umweltverbände und Wasserexperten weitere Vorsorgemaßnahmen an, z. B. die Modernisierung der Wasserversorgung oder eine bessere Koordination mit europäischen Partnern. In den vergangenen Tagen berichten mehrere große Medien von der Relevanz und steigenden Frequenz solcher Katastrophenübungen – als Antwort auf die spürbaren Extremwetterlagen der letzten Jahre.

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