#ehrensache: Warum Jugendliche freiwillig mit anpacken – Neue Doku-Serie ab 3. Juni bei KiKA und in der ARD Mediathek

Was bringt eigentlich junge Leute heutzutage dazu, sich in ihrer ohnehin schon vollen Woche ehrenamtlich zu engagieren? Die Dokumentarserie "#ehrensache" begleitet über Monate hinweg Jugendliche aus einer Jugendfeuerwehr in Remagen sowie von der DLRG an der Ostseeküste durch ihren Alltag zwischen Schule, Freizeit und freiwilligem Dienst. Die je zwölfteiligen Staffeln geben faszinierende Einblicke und zeigen, wie vielfältig und bedeutungsvoll ehrenamtliches Engagement ist. Los geht’s am 3. Juni auf kika.de und in der ARD Mediathek – im TV mittwochs in Doppel-Folgen ab 20:10 Uhr auf KiKA.

heute 11:22 Uhr | 2 mal gelesen

Die Kamera schaut den Jugendlichen der Remagener Jugendfeuerwehr buchstäblich über die Schulter – darunter Felix und Marie W. sowie Julien D. und seine Schwester Marie, allesamt Geschwisterpaare. Für viele spielt die Ahrtal-Flut eine Rolle: Die Erlebnisse von damals sind nicht vergessen und motivieren sie, sich für andere Menschen einzusetzen. Was ich interessant finde: Das Ehrenamt wird für die Jugendlichen fast schon zur zweiten Familie – da ist nicht nur Arbeit, sondern viel Lachen, gemeinsam lernen, ins Zeltlager fahren oder Prüfungen bestehen. Ziemlich emotional wird’s beim ersten großen Bundesentscheid in Andernach, wo es um die Teilnahme an der WM der Jugendfeuerwehren geht. Was berührt, ist diese Mischung aus Spaß und Ernsthaftigkeit: Einerseits Action, Teamgeist, Abenteuer – andererseits auch Sorgen, Zusammenhalt, eine ordentliche Portion Verantwortung. Die Macher:innen zeigen klar: Die Betreuer:innen sind Fixpunkte im Leben der Jugendlichen, halten sie zusammen, hören zu, vermitteln Geborgenheit. Neben der SWR-Produktion über die Feuerwehr startet am selben Tag übrigens auch die zweite Staffel über die DLRG-Jugend von der Ostseeküste, diesmal umgesetzt vom NDR. Wer mehr wissen will, kann sich Pressefotos im ARD-Portal anschauen. Für News rund ums Thema Ehrenamt und Medien empfiehlt sich der SWR-Newsletter.

"#ehrensache" beleuchtet aus ganz persönlicher Perspektive, was junge Menschen dazu antreibt, sich ehrenamtlich zu engagieren – zwischen Schulstress und Freizeit. Zentrale Motive sind dabei Gemeinschaft, echtes Teamgefühl und der Wunsch, sich nach Krisen wie der Ahrtal-Flut für andere stark zu machen. Besonders beeindruckend ist: Neben all der Action entdecken viele Jugendliche durch ihr Ehrenamt neue Freundschaften, Selbstbewusstsein und Verantwortungsgefühl. Neue Informationen aus den letzten 48 Stunden zeigen, dass ehrenamtliches Engagement bei Jugendlichen in Deutschland generell wieder im Aufschwung ist, gerade weil gesellschaftliche und klimatische Herausforderungen eine stärkere Generationen-Solidarität hervorrufen – viele junge Leute suchen nach Wegen, dem Gefühl politischer Ohnmacht etwas Konstruktives entgegenzustellen ([Quelle: spiegel.de](https://www.spiegel.de)). Zudem steht das Thema Ehrenamt auch politisch im Fokus, da Kommunen und Bildungsinstitutionen vermehrt versuchen, die Anerkennung solchen Engagements zu stärken, etwa durch neue Auszeichnungssysteme oder leichteren Zugang zu Fördermitteln ([Quelle: faz.net](https://www.faz.net)). Besonders aktuelle Initiativen machen sichtbar: Gerade nach Krisenereignissen wie Katastrophen oder der Pandemie steigt die Bereitschaft junger Menschen, anzupacken und sich gegenseitig zu unterstützen ([Quelle: sueddeutsche.de](https://www.sueddeutsche.de)).

Schlagwort aus diesem Artikel