Enes Kanter Freedom: Alarmierende Parallelen zwischen USA und Türkei – Erdogan ein zweiter Chamenei?

Enes Kanter Freedom, Ex-NBA-Star und engagierter Kritiker autoritärer Regime, äußert sich besorgt zur gesellschaftlichen Entwicklung in den USA – und findet drastische Worte für Recep Tayyip Erdogan.

heute 10:23 Uhr | 2 mal gelesen

Zwei Lager, tiefe Gräben – so beschreibt Enes Kanter Freedom die Atmosphäre in den USA. "Egal, welchen Sender man einschaltet oder welche Zeitung man liest: überall hagelt es Streit und Konfrontation", erklärte der Basketballspieler im Gespräch mit der "Welt". Er befürchtet, dass diese polarisierte Stimmung irgendwann in türkische Verhältnisse umschlagen könnte. Kanter meint, die Menschen müssten sich klar machen, dass es nur ein Amerika gebe – Spaltung spiele nur autoritären Staaten wie Russland oder China in die Hände. Besonders scharf teilt er gegen den türkischen Präsidenten Erdogan aus, den er als "trojanisches Pferd für Putin in der NATO" bezeichnet. Erdogan, so Kanter, unterstütze offen Organisationen wie die Hamas und forme die Türkei zu einem zweiten Iran, mit sich selbst als dem Chamenei des Nahen Ostens. Für seine kritische Haltung wird Kanter in der Türkei mit einem Haftbefehl gesucht; als Anhänger der Gülen-Bewegung lebt er seit 2021 mit US-Pass im Exil. Kanter warnt: "Wir müssen die Augen öffnen, bevor es endgültig zu spät ist." Übrigens, ich frage mich, ob der amerikanische Traum selbst gegen diese Ausbrüche der Spaltung gewappnet ist – oder ob er ins Wanken gerät, wenn Angst die Gespräche bestimmt. Manchmal wirkt Politik heute wie ein Basketballspiel ohne Schiedsrichter: Fouls überall, aber niemand pfeift.

Enes Kanter Freedom sieht die gesellschaftliche Spaltung in den USA mit Sorge und erkennt Anzeichen, die ihn an politische Entwicklungen in der Türkei erinnern – eine Gefahr, dass demokratische Prinzipien ins Rutschen geraten. Seine scharfe Kritik richtet sich besonders an Präsident Erdogan, dem er unterstellt, als NATO-Mitglied enge Bande zu Russland und dem Iran zu knüpfen sowie extremistische Gruppen zu unterstützen. Kanters Einschätzungen greifen jüngste Debatten über die Einflussnahme fremder Staaten auf den Westen auf und spiegeln damit eine wachsende Unruhe in Bezug auf Demokratie, Sicherheit und die Rolle der Türkei in internationalen Bündnissen wider.

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