Eric Trump verteidigt Grönland-Äußerungen seines Vaters gegenüber Dänemark

Eric Trump stellt sich hinter die kontroversen Forderungen seines Vaters, US-Präsident Donald Trump, in Bezug auf Grönland – und begründet diese mit sicherheitspolitischen Interessen.

08.01.26 20:28 Uhr | 13 mal gelesen

Grönland, jene riesige, karge Insel, die politisch zu Dänemark zählt, spielt offenbar eine weit größere Rolle im geopolitischen Denken des Trump-Clans, als es auf den ersten Blick scheinen mag. Eric Trump, zweitältester Sohn des ehemaligen US-Präsidenten, betonte im Gespräch mit dem 'Handelsblatt', dass die Insel für die USA etwas wie ein sicherheitspolitischer Dreh- und Angelpunkt im Nordatlantik sei – 'für die Stabilität des Westens insgesamt', wie er sagt. Der amerikanische Militärstützpunkt Pituffik sei schon jetzt ein Beleg für das strategische Gewicht der Region, etwa bei der Überwachung von Raketenstarts. Ob ein US-Militäreinsatz für Grönland wahrscheinlich sei? Schwierige Frage, antwortet Trump. Aber seiner Ansicht nach seien die arktischen Regionen längst ein umkämpfter Schauplatz – und aus amerikanischer Sicht sei mehr Präsenz dort vielleicht geboten. Das Image seines Vaters als Friedenspolitiker verteidigte Eric Trump vehement, obwohl die außenpolitischen Töne zuletzt eher scharf waren – Stichwort Venezuela. Es sei Donald Trump, der Kriege in Afghanistan oder im Irak immer abgelehnt habe. Keiner wünsche sich einen weiteren endlosen Konflikt, doch – so der Präsidentensohn – 'mein Vater macht, was er sagt, und kündigt es vorher an.' Ein Seitenhieb auf die unvorhersehbaren Dynamiken klassischer US-Außenpolitik? Gut möglich. Ob er sich selbst in der Politik sieht? Eric Trump hält sich bedeckt. Vielleicht ja, vielleicht auch nicht jetzt – aber 'bewegen könnte ich was', wie er meint. Interessant ist auch, wie er die Republikanische Partei einschätzt: Für die Zukunft gibt es laut ihm jede Menge interessante Köpfe, darunter J.D. Vance und Marco Rubio – 'beeindruckend talentierte Leute', so Eric Trump. Man merkt, der politische Generationswechsel beschäftigt auch die altehrwürdigen Familien der amerikanischen Politik.

Eric Trump hat die umstrittenen US-Forderungen rund um Grönland vehement verteidigt und die strategische Bedeutung der Insel für Europa und Nordamerika betont. Er verwies auf die ständige Präsenz des US-Militärs auf Grönland und betrachtete eine stärkere Präsenz in der Arktis als notwendig angesichts wachsender Spannungen in der Region. Eigene politische Ambitionen ließ er offen, lobte aber das republikanische Nachwuchspersonal. Erweiterte Recherche: In den letzten 48 Stunden berichteten zahlreiche Medien über geopolitische Spannungen im Nordatlantik und die Rolle der Arktis im internationalen Machtgefüge. Parallel wird diskutiert, wie Donald Trump die Politik der Republikaner 2024 prägt – mit erneuten Spekulationen über die außenpolitische Agenda, sollten die Republikaner wieder ins Weiße Haus einziehen. Ethische Fragen um territoriale Expansionsbestrebungen großer Staaten werden in diesem Kontext regelmäßig wieder aufgegriffen, auch mit Blick auf das Selbstbestimmungsrecht der Bevölkerung Grönlands. Die Entscheidung Dänemarks, erneute US-Anfragen rund um Grönland höflich, aber bestimmt abzulehnen, sorgt weiterhin für politische Reibungen zwischen Kopenhagen und Washington.

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