Erzeugerpreise in der Landwirtschaft: Dezember 2025 bringt kräftigen Rückgang

Im Vergleich zum Dezember 2024 fielen die landwirtschaftlichen Erzeugerpreise im Dezember 2025 um deutliche 8,3 Prozent – eine Entwicklung, die für Diskussionen sorgt.

heute 08:30 Uhr | 4 mal gelesen

Wenn man sich die Entwicklung der Erzeugerpreise in der Landwirtschaft über das letzte Jahr anschaut, könnte man fast meinen, die Preisachterbahn habe eine besonders steile Abfahrt hingelegt: Nach -1,7 Prozent im Oktober und -5,7 Prozent im November markierte der Dezember 2025 mit -8,3 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert einen neue Tiefpunkt, so teilte es das Statistische Bundesamt mit. Interessant: Im Monatsvergleich fielen die Preise von November auf Dezember um weitere 1,6 Prozent. Wer denkt, Pflanzen und Tiere unterlägen denselben Marktmechanismen, irrt jedoch – und das macht es so spannend. Beispielsweise verteuerten sich pflanzliche Produkte von November auf Dezember um 1,2 Prozent, während tierische Erzeugnisse parallel um 3 Prozent günstiger wurden. Die Kartoffel, diese unterschätzte deutsche Kulturpflanze, spielte eine fast tragische Hauptrolle: Der Preis fiel im Vorjahresvergleich erneut – und zwar um satte 48 Prozent. Geradezu absurder Wertverlust für ein Grundnahrungsmittel! Auch Obst musste kräftig Federn lassen; Äpfel wurden mehr als ein Fünftel günstiger. Auf der anderen Seite zeigt der Gemüsesektor erstaunliche Preisresistenz: Salat, Gurken und Champignons wurden teurer, während bei Kohlgemüse oder Tomaten Preise purzelten. Bei den Handelsgewächsen und Getreide ging es im Schnitt bergab, Raps verteuerte sich allerdings minimal. Der Wein, gern Symbol für Genuss, markierte einen leichten Preisaufschlag. Milch hingegen – traditionell systemrelevant – wurde deutlich billiger (minus 17,3 Prozent), Eier hingegen stiegen im Preis. Überraschend ist dabei der Preisanstieg bei Rindern (+27,1 Prozent), während Schweine (wie seit Jahren) unter Preisdruck bleiben (-16,1 Prozent). Geflügelpreise stiegen im Schnitt leicht, vor allem wegen teurerer Enten/Puten. Im großen Jahresvergleich ergab sich praktisch eine Nullnummer: Die Preise insgesamt legten nur 0,3 Prozent gegenüber 2024 zu. Aber die Spreizung zwischen pflanzlichen Erzeugnissen (deutlich günstiger) und Tierischem (mit Aufschlägen) könnte Hinweise darauf geben, mit welchen Unwägbarkeiten Landwirte für 2026 rechnen müssen – ehrlich gesagt, wer hätte auf so ein Schrumpfen getippt? Kartoffeln, Futterpflanzen, Gemüse und Getreide wurden günstiger, Obst, Wein und Zierpflanzen teurer. Diese Verschiebungen – auch wenn sie teils im einstelligen Prozentbereich liegen – zeigen, wie volatil Landwirtschaft weiter ist. Im Alltag der Bauern heißt das oft: Kalkulieren unter Nebelbomben.

Die deutschen Erzeugerpreise für landwirtschaftliche Produkte erlebten im Dezember 2025 einen markanten Rückgang von 8,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Besonders betroffen waren Kartoffeln, deren Preis fast um die Hälfte sank, sowie Obst und Milch. Trotz der Gesamtpreissenkungen stiegen die Preise für manche Tierprodukte wie Rinder und Geflügel, während Schweine und Milch weiterhin günstiger wurden. Im Jahresdurchschnitt 2025 blieb die Veränderung der Gesamtpreise eher gering, was jedoch die weiterhin starken Schwankungen in einzelnen Sektoren nicht verdeckt. Die aktuelle Marktlage spiegelt laut Branchenanalysten einen immer stärkeren Einfluss internationaler Preisschwankungen wider, insbesondere durch veränderte Importe und Exporte, das Wetter sowie gestiegene Produktionskosten. Laut aktuellen Berichten der Süddeutschen Zeitung steht die europäische Landwirtschaft zudem unter Druck durch neue Umweltauflagen und die Folgen des Ukraine-Kriegs, was die Unsicherheit für heimische Produzenten weiter erhöht. Experten diskutieren, inwieweit diese Trends langfristig die Strukturen bei landwirtschaftlichen Betrieben beeinflussen könnten – gerade kleine Höfe sind gefährdet, während Großbetriebe womöglich flexibler auf den Preisdruck reagieren können.

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