Jens Spahn spricht sich für höheres Renteneintrittsalter aus

CDU-Politiker Jens Spahn sieht angesichts steigender Lebenserwartungen die Notwendigkeit, das Renteneintrittsalter anzuheben. Wer künftig 100 Jahre alt wird, könne nicht bereits mit Mitte 60 aus dem Beruf ausscheiden, meint er.

heute 08:12 Uhr | 5 mal gelesen

Jens Spahn, Vorsitzender der Unionsfraktion, sorgt mit seiner Forderung nach einer signifikanten Anhebung des Rentenalters für Gesprächsstoff. Spahn argumentiert, dass heutzutage geborene Mädchen laut Statistischem Bundesamt mit einer beachtlichen Wahrscheinlichkeit das hundertste Lebensjahr erreichen – wobei die aktuelle durchschnittliche Lebenserwartung 2024 bei Frauen 83,5 Jahre und bei Männern 78,9 Jahre beträgt. Interessant ist dabei: Bis aus diesen Zahlen einmal ein dreistelliges Alter wird, vergeht nach den derzeitigen Entwicklungen noch eine halbe Ewigkeit. Trotzdem besteht aus Spahns Sicht Handlungsbedarf, zumal die Altersgrenze für die abschlagsfreie Rente ohnehin gerade auf 67 Jahre steigt. Er rechnet fest damit, dass die Rentenkommission demnächst mit Vorschlägen zur Verlängerung der Lebensarbeitszeit aufwarten wird. Auf den Einwand, ob sich das Finanzproblem nicht durch Lockerung der Schuldenbremse lösen ließe, reagiert Spahn hingegen kompromisslos: Mehr neue Schulden kommen für ihn nicht in Frage. Nicht jeder sieht das übrigens so wirtschaftlich-pragmatisch – im Netz wird emotional wie sachlich über die Zumutbarkeit und Gerechtigkeit langer Erwerbsbiografien diskutiert. Übrigens, ein Gedanke am Rande: Wie würde sich eigentlich unser Bild vom Alter wandeln, wenn es irgendwann tatsächlich normal ist, 100 zu werden? Vom Klischee der 'fitten Rentner:innen' zum neuen Berufsalltag im neunten Lebensjahrzehnt?

Jens Spahn hat sich erneut für ein höheres Renteneintrittsalter ausgesprochen, da die Lebenserwartungen in Deutschland weiter steigen. Während derzeit bei Frauen im Durchschnitt 83,5 Jahre und bei Männern 78,9 Jahre erreicht werden, sieht Spahn – auch angesichts der demografischen Entwicklung und steigender Belastungen für die Sozialkassen – keinen anderen Weg, als die Erwerbsphase zu verlängern. Neue Schulden für die Stabilisierung der Rente lehnt er kategorisch ab. In aktuellen Medienberichten und Expertenkommentaren wird deutlich, dass dieses Thema nicht nur ökonomische und politische, sondern auch gesellschaftliche und ethische Dimensionen hat. Ein Blick auf die Nachbarländer zeigt, dass etwa die Niederlande und Dänemark das Rentenalter bereits dynamisch an die Lebenserwartung koppeln. Außerdem kristallisiert sich im öffentlichen Diskurs heraus: Zwischen Arbeitsplatzrealität, Gesundheitszustand und fairer Lastenverteilung liegt ein komplexes Spannungsfeld, das sich nicht mit einem simplen Zahlenwert für den Renteneintritt lösen lässt.

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