Ein Dienstag wie jeder andere, könnte man meinen, doch das Statistische Bundesamt (Destatis) hat die neuen Zahlen veröffentlicht: Im Dezember 2025 rutschten die Preise, die Hersteller und Produzenten für ihre Waren bekommen, weiter nach unten – konkret um 2,5 Prozent verglichen mit dem Vorjahr. Interessant dabei: Seit Monaten zieht vor allem der massive Preisverfall bei Energie die Durchschnittswerte nach unten. Ohne den Energiesektor wären die Erzeugerpreise laut Destatis sogar leicht gestiegen, um 0,9 Prozent gegenüber Dezember 2024. Was beim schnellen Durchblättern der Statistik auffällt: Erdgas verbilligte sich mit einem Minus von fast 15 Prozent am stärksten, Strom war gut 11 Prozent günstiger. Heizöl und Rohbenzin rauschten ebenfalls in den Keller.
Gleichzeitig erlebt man eine Preisdynamik wie im Brennglas: Während Investitionsgüter wie Maschinen knapp zwei Prozent teurer wurden, verteuerten sich Gebrauchsgüter um 1,8 Prozent. Im Feld der Konsumgüter zeichnet sich ein zwiespältiges Bild ab – Butter kostet beinahe 40 Prozent weniger als im Vorjahr, Rindfleisch hingegen ist um mehr als ein Viertel teurer geworden. Und dann gibt es noch die Edelmetalle: 47,7 Prozent Plus – fast, als hätte jemand am Preiskarussell zu heftig gedreht.
Papier und Futtermittel für Tiere fallen im Preis, Glas legt je nach Produkt zu oder ab. Bei Holz muss man genauer hinschauen: Nadelschnittholz steigt massiv, Laubschnittholz verhält sich eher ruhig. Die große Linie: Sinkende Energiepreise dominieren das Gesamtbild – im Jahresmittel 2025 lag Energie 6,2 Prozent unter dem Vorjahreswert. Wer allerdings tiefer schürft, erkennt, dass viele andere Bereiche sogar leicht zulegten.
Nicht zuletzt bleibt die Frage, was das alles für die kommenden Monate bedeutet. Werden die Energiepreise weiter nachgeben? Oder liegt das Gröbste hinter uns und die Herstellerpreise steigen demnächst wieder? Für einen klaren Ausblick fehlt derzeit das sichere Gefühl.
Im Dezember 2025 lagen die Erzeugerpreise deutscher Industrieprodukte 2,5 Prozent unter dem Vorjahreswert – maßgeblich, weil sich Energieträger wie Strom und Gas deutlich verbilligten. Produkte wie Maschinen, Autos und Gebrauchsgüter legten hingegen leicht im Preis zu, während bei Nahrungsmitteln das Preisbild gemischt bleibt: Butter und Schweinefleisch wurden beim Produzenten günstiger, Rindfleisch und Kaffee teurer. Die Preisentwicklung bei Metallen ist gespalten – Edelmetalle werden stark teurer, Standardmetalle wie Stahl werden günstiger. Auffällig bleibt: Ohne die Entwicklung bei Energiepreisen wären die Durchschnittswerte positiver ausgefallen.
Erweiterte Recherche zeigt, dass sich die Erzeugerpreise im Zuge globaler Unsicherheiten und einer langsam anlaufenden Wirtschaft erholen könnten – viele Analysten erwarten mittelfristig jedoch keine schnelle Rückkehr zu steigenden Energiepreisen, da Gas und Strom weiter auf hohem Angebotsniveau gehandelt werden. Gleichzeitige Veränderungen bei Rohstoffpreisen – etwa durch geopolitische Krisen und Investitionen in erneuerbare Energien – könnten Impulse sowohl nach oben als auch nach unten geben. Die Entwicklung bleibt eng mit internationalen Lieferketten, Förderpolitiken und auch währungspolitischen Maßnahmen verwoben.