Die drohende neue Migrationswelle infolge des Iran-Kriegs sorgt in der EU für spürbare Nervosität. Laut aktuellen Medienberichten gibt es in der diplomatischen Kommunikation der EU-Kommission keine konkreten Angaben zu Flüchtlingszahlen, dafür aber sehr konkrete Warnungen bezüglich steigender Bewegungen innerhalb der Krisenregion. Besonders im Fokus stehen dabei die Schutzlosigkeit iranischer Bürger*innen sowie die Situation der zahlreichen in Iran lebenden afghanischen Geflüchteten, deren Lebensumstände sich rapide verschlechtern könnten. – Seit Anfang 2024 spitzen sich die Gefechte zwischen Iran, oppositionellen Gruppen sowie möglichen internationalen Akteuren regional zu, wie die BBC meldete. Zahlen des UNHCR belegen, dass das Land seit Jahren eine der größten afghanischen Diaspora außerhalb Afghanistans beherbergt. Die türkische Regierung hat erste praktische Vorbereitungen angekündigt, darunter Pufferzonen und temporäre Unterkünfte für Geflüchtete entlang der Grenze, um die befürchteten Migrationsströme notfalls abzufangen. Parallel fordern NGOs und Menschenrechtler bereits, Präventions- und Hilfsmaßnahmen grenzübergreifend zu koordinieren. Deutschlands Innenministerium sieht laut aktuellen Meldungen eine neue Herausforderung für das gesamte europäische Asylsystem und warnt vor wiederholten politischen Debatten wie sie nach 2015 europaweit zu beobachten waren.