Es braut sich etwas zusammen am europäischen Digitalhimmel: Zum ersten Mal könnte die EU-Kommission den Digital Markets Act auch energisch auf das Cloud-Geschäft anwenden. Dabei geraten diesmal – laut internen Quellen, auf die sich das 'Handelsblatt' bezieht – vor allem Amazon (AWS) und Microsoft (Azure) ins Visier der Behörden. Google bleibt vorerst außen vor, scheint aber vielleicht nur in einer kleineren Liga zu spielen, was zumindest die Cloud betrifft. Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: 28 Prozent Marktanteil für Amazon, dicht gefolgt von Microsoft mit 21 Prozent, während Google mit 14 Prozent weit weniger mitzureden hat. Auffällig: Europäische Anbieter tauchen kaum in dieser Gleichung auf, fast so, als wären sie Statisten in einem US-geprägten Stück. Doch der Begriff Gatekeeper ist kein leeres Wort – gemeint sind mächtige Unternehmen, die praktisch als Türsteher in ihren Märkten agieren. Werden Amazon und Microsoft offiziell als solche eingestuft, drohen ihnen umfassende Pflichten und scharfe Kontrollen. Und es bleibt nicht beim erhobenen Zeigefinger: Bei Verstößen könnten Bußgelder in Milliardenhöhe verhängt werden. Die Kommission hält sich bislang mit Kommentaren auffällig zurück; was man davon halten soll, muss jeder selbst beurteilen. Vielleicht brodelt es hinter den Kulissen heftiger, als ein offizielles Statement verraten könnte.
Die EU-Kommission bereitet offenbar vor, Amazon und Microsofts Cloud-Sparten – also AWS und Azure – nach dem Digital Markets Act streng zu regulieren. Google Cloud wird wegen seines in diesem Segment geringeren Marktanteils zunächst außen vor gelassen, wohingegen europäische Anbieter weiterhin kaum Bedeutung besitzen. Hinter den Kulissen der Brüsseler Institution wird die Marktmacht der US-Konzerne verstärkt infrage gestellt; von offizieller Seite gibt es bisher allerdings keine Bestätigung, was das Ganze möglicherweise noch spannender macht.
Erweiterte Recherche: Laut aktueller Berichte haben Amazon und Microsoft bereits begonnen, neue Compliance-Teams für den europäischen Raum aufzubauen, um auf die verschärften Vorgaben zu reagieren. Experten warnen, dass die strengeren Regeln zu einer Konsolidierung im europäischen Cloud-Markt führen könnten, was wiederum kleinere Anbieter noch weiter unter Druck setzen dürfte. Währenddessen bemängeln Datenschutzexperten, dass die transatlantischen Datenströme nach wie vor nicht ausreichend geschützt seien und fordern verbindlichere Vorschriften für sämtliche internationalen Tech-Größen.