EU nimmt Elon Musks KI-Chatbot Grok ins Visier

Schon bald könnte Grok – der umstrittene KI-Bot von Elon Musks Firma xAI – von der EU heftig unter Druck gesetzt werden.

heute 09:24 Uhr | 5 mal gelesen

Wie das „Handelsblatt“ berichtet und auf Aussagen mehrerer ranghoher EU-Beamten fußt, wird die EU-Kommission voraussichtlich noch diese Woche ein offizielles Prüfverfahren nach dem sogenannten Digital Services Act (DSA) gegen xAI einleiten. Der Fokus: Musks Unternehmen soll Grok aus dem europäischen Markt zurückziehen. Warum das Ganze? Offenbar ermöglicht Grok es Nutzern, höchst problematische Inhalte zu erzeugen, darunter täuschend echte Nacktbilder und sexualisierte Videos von realen Menschen – auch von Minderjährigen. Genau damit macht sich der Chatbot weltweit Feinde, zumal in den vergangenen Monaten immer wieder der Vorwurf aufkam, Kinderfotos seien gezielt hochgeladen und von der KI in unangemessene Szenen versetzt worden. Ursprünglich sollte das Verfahren bereits letzte Woche eingeleitet werden – dies verzögerte sich jedoch aus Angst vor einem möglichen Handelseklat mit den USA, nachdem Ex-Präsident Donald Trump mit neuen Zöllen und einem bereits absurden Grönland-Deal drohte. Inzwischen, nach einem Wochenende voller Drohgebärden, wurde der Druck offenbar geringfügig entschärft – Trumps Drohungen sind (vorerst) vom Tisch.

Die EU-Kommission steht kurz davor, gegen Grok, den KI-Chatbot von xAI, ein Verfahren nach dem Digital Services Act einzuleiten. Grund dafür ist, dass Grok offenbar in der Lage ist, ohne Einwilligung Nackt- und Bikini-Bilder von tatsächlichen Personen, auch Minderjährigen, zu generieren und zu verbreiten – was europaweit für Empörung sorgt und Fragen nach dem Schutz der Persönlichkeitsrechte und dem Missbrauchspotenzial fortschrittlicher KI-Technologien aufwirft. Während die politische Gemengelage durch internationale Handelsstreitigkeiten zwischen den USA und der EU zusätzliche Brisanz gewinnt, berichtet die FAZ aktuell, dass die EU-Kommission entsprechende Anforderungen an Transparenz und Schutzmechanismen weiter verschärfen will, insbesondere um Minderjährige im Netz besser zu schützen (Quelle: [FAZ.net](https://www.faz.net)). Die Süddeutsche Zeitung verweist darauf, dass bereits Diskussionen über eine europaweite Regulierung von KI-Tools im Gange sind, um deren Einsatz strikter und kontrollierbarer zu gestalten (Quelle: [Sueddeutsche.de](https://www.sueddeutsche.de)). Bei Zeit Online wird zudem analysiert, wie die EU grundsätzlich mit Technologiekonzernen aus den USA in puncto Regulierung ringt – und dass der Fall Grok nur die Spitze eines viel größeren Problems ist (Quelle: [Zeit.de](https://www.zeit.de)).

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