Man könnte meinen, Fahrräder sind robuste Gesellen, aber wenn sie schwächeln, dann an immer denselben Stellen: Laut Studie landen Verschleiß-Baustellen wie Reifen, Bremsen, Ketten und Zahnräder mit Abstand auf Platz eins der Schadensliste – beim klassischen Velo passiert das in 56 Prozent der Fälle, beim E-Bike immerhin noch gut ein Drittel. Interessanter Nebenaspekt: Häufig sind es Missgeschicke wie Stürze oder kleine Unachtsamkeiten – klassisch das umgefallene Rad – die zusätzlichen Ärger bringen. Wer hier seine Versicherung prüft, stößt laut Sören Hirsch von Linexo oft auf ein Dilemma: Viele Policen greifen bei Verschleiß nicht, und gerade eigenverschuldete Schäden werden häufig unterschätzt. Die Ursachen für all das? Mal ganz banal: Materialermüdung, viele Kilometer auf dem Buckel und gelegentlich pure Nachlässigkeit, was Pflege oder Wartung angeht.
Jetzt wird’s haarig: Knapp jeder zweite Drahtesel fährt völlig unversichert über den Asphalt, und selbst bei E-Bikes ist über ein Viertel nackt unterwegs – versicherungstechnisch gesehen. Viele hoffen auf ihre Hausrat, doch die bezahlt meist nur, wenn das Rad aus der Wohnung geklaut wird. Wirklich ärgerlich: Gerade Diebstahl ist zwar selten, frisst aber finanziell ordentlich rein – neben Totalschäden nach Unfällen. Hirsch empfiehlt, bei E-Bikes und teuren Rädern genau hinzuschauen: Haut die Versicherung wirklich genug raus, um das Rad zu ersetzen? Gibt es eine Selbstbeteiligung, und wann gilt was?
Positiv dagegen: Wenn gemeldet wird, zeigen sich die Versicherer zahlungswillig – etwa 70 Prozent der Schäden werden voll, gut ein Viertel teilweise geregelt, Ablehnungen sind die Ausnahme. Bemerkenswert ist jedoch, wie viele Schäden gar nicht erst gemeldet werden – vermutlich Bequemlichkeit, vielleicht auch Skepsis, ob’s was bringt. Noch Fragen? Weiteres zur Untersuchung gibt’s direkt bei Linexo, Ansprechpartnerin Julia-Maria Blesin, per E-Mail oder unter www.linexo.de.
Die Studie von Linexo und Statista deckt auf, dass Verschleiß weiterhin die häufigste Ursache für Fahrraddesaster ist, insbesondere bei Verschleißteilen wie Reifen oder Bremsen. Nur eine Minderheit der Fahrräder ist wirklich rundum versichert – Hausratpolicen greifen oft zu kurz, vor allem beim Diebstahl außerhalb der eigenen vier Wände. Ergänzend zeigen aktuelle Medienberichte, dass sich Fahrraddiebstähle, insbesondere in Großstädten, laut Polizeiangaben zuletzt wieder häufen und E-Bikes weiterhin besonders begehrt bei Dieben sind. Zudem fordern Verbraucherzentralen eine verbesserte Transparenz der Versicherungsbedingungen, damit Kund:innen künftig passende Policen leichter finden. Auffällig bleibt: Trotz fortschreitender Technik fehlt vielen Besitzern das Bewusstsein für regelmäßige Wartung; laut BAG Verkehrssicherheit sinkt die Bereitschaft, kleine Mängel frühzeitig zu beheben, was Schäden und Kosten letztlich in die Höhe treibt.