Franziska Erdle steht an der Spitze der ABDA in einer Phase, in der Apothekenpolitk massiv unter Reformdruck steht. Ihr Ziel ist, mit eigenen Impulsen und einer moderneren Strukur auf die Herausforderungen – dazu gehören drohende Filialschließungen, steigende regulatorische Lasten sowie Personalmangel – pragmatisch und entschlossen zu reagieren. Schaut man auf aktuelle Berichterstattung, wird klar: Das Apothekenreformgesetz ist noch längst kein Konsens – viele Apotheker:innen befürchten negative Auswirkungen für die flächendeckende Versorgung, wie auch Stimmen in der "taz" und der "Süddeutschen Zeitung" unterstreichen. Erdle setzt daher neben moderner Verbandsführung auf einen intensiven Dialog mit der Politik, um die dringend erhoffte Stabilisierung zu erreichen. Neben dem föderalen Spannungsfeld taucht auch die Digitalisierung als zentrales Thema auf – vom E-Rezept bis hin zum zunehmenden Einfluss großer Versandapotheken. ABDA und ihre Chefin stehen, so scheint es, an einer Schwelle: Bleibt die Organisation reaktionsschnell und nah an den Bedürfnissen der Apotheken, könnte ihr Wandel sogar als Chance in Erinnerung bleiben.
05.01.26 09:46 Uhr