Franziska Erdle steuert ABDA durch turbulente Zeiten

Seit Anfang des Jahres gibt bei der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände – eine neue Chefin den Kurs vor: Die Juristin Franziska Erdle übernimmt nach langjähriger Verbandserfahrung die Hauptgeschäftsführung und folgt damit auf Dr. Sebastian Schmitz. Sie beschreibt ihren Amtsantritt mit klaren Worten: Inmitten schwieriger Reformdebatten rund um die Apotheken sieht sie sich in der Pflicht, entschlossen für die Interessen der Vor-Ort-Apotheken und deren Patientinnen und Patienten einzutreten.

05.01.26 09:47 Uhr | 28 mal gelesen

Neuer Wind weht durchs Deutsche Apothekerhaus: Mit Franziska Erdle an der Spitze will die ABDA sich nicht nur nach innen neu aufstellen, sondern auch den Weg ins digitale Zeitalter wagen. So setzt Erdle auf bessere interne Kommunikation und scheut sich nicht davor, KI als Werkzeug für eine moderne Verbandsarbeit ins Spiel zu bringen – ein Schritt, der manchen vielleicht schon länger überfällig erschien. An ihrer Seite steht Claudia Korf, die zum Jahresstart zur stellvertretenden Hauptgeschäftsführerin aufrückte. Parallel krempelt Erdle das Organigramm des Dachverbands um: Aus der bisherigen Mischung aus Geschäftsbereichen, Abteilungen und Stabsstellen wird eine insgesamt auf 14 Bereiche abgespeckte Struktur – gedacht als Anstoß für mehr Kooperation und Tempo. Erdle glaubt an Power durch flachere Hierarchien und rechnet damit, dass diese Neuordnung spätestens zur Jahreshälfte 2026 abgeschlossen sein wird. Wer mehr wissen will, findet Infos unter www.abda.de oder kann über die Pressestelle Kontakt aufnehmen – was sich, so das Gefühl, in bewegten Zeiten durchaus lohnen könnte.

Franziska Erdle steht an der Spitze der ABDA in einer Phase, in der Apothekenpolitk massiv unter Reformdruck steht. Ihr Ziel ist, mit eigenen Impulsen und einer moderneren Strukur auf die Herausforderungen – dazu gehören drohende Filialschließungen, steigende regulatorische Lasten sowie Personalmangel – pragmatisch und entschlossen zu reagieren. Schaut man auf aktuelle Berichterstattung, wird klar: Das Apothekenreformgesetz ist noch längst kein Konsens – viele Apotheker:innen befürchten negative Auswirkungen für die flächendeckende Versorgung, wie auch Stimmen in der "taz" und der "Süddeutschen Zeitung" unterstreichen. Erdle setzt daher neben moderner Verbandsführung auf einen intensiven Dialog mit der Politik, um die dringend erhoffte Stabilisierung zu erreichen. Neben dem föderalen Spannungsfeld taucht auch die Digitalisierung als zentrales Thema auf – vom E-Rezept bis hin zum zunehmenden Einfluss großer Versandapotheken. ABDA und ihre Chefin stehen, so scheint es, an einer Schwelle: Bleibt die Organisation reaktionsschnell und nah an den Bedürfnissen der Apotheken, könnte ihr Wandel sogar als Chance in Erinnerung bleiben.

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