SPD-Politiker Ahmetovic rügt Umgang mit Krisensituation durch Wadephul

Adis Ahmetovic, außenpolitischer Sprecher der SPD, hat öffentlich die Kommunikationsweise von Außenminister Johann Wadephul bezüglich der aktuellen Krise kritisiert und auf die Verunsicherung vieler deutscher Staatsbürger hingewiesen.

03.03.26 21:59 Uhr | 2 mal gelesen

Adis Ahmetovic lässt in seiner Wortmeldung wenig Zweifel daran, dass aus seiner Sicht bei der Kommunikation der Bundesregierung einiges schiefgelaufen ist. Besonders die erste Aussage, dass keine Evakuierungsflüge angeboten werden sollten, habe für erhebliche Unsicherheit bei den Betroffenen und deren Familien gesorgt – eine Ambivalenz, die für Außenstehende wohl kaum nachvollziehbar war. Jetzt, wo die Regierung zumindest begonnen hat, besonders gefährdeten Deutschen die Ausreise zu erleichtern, spricht Ahmetovic von einer notwendigen Korrektur. Doch das allein greift für ihn zu kurz: 'Es sind zehntausende Landsleute im Krisengebiet, und wir brauchen dringend weiterführende Hilfskonzepte', fordert er. Besonders am Herzen liegen ihm scheinbar junge Menschen, etwa Freiwillige, die für den Staat im Einsatz sind – deren Eltern, so merkt er an, verlangten zu Recht nach einer raschen, pragmatischen Lösung. Kurz gesagt: Die Sache ist alles andere als gegessen.

Ein SPD-Abgeordneter, Adis Ahmetovic, ermahnt die Bundesregierung wegen ihrer widersprüchlichen Kommunikation in einer aktuellen Auslands-Krise. Er begrüßt zwar die Entscheidung, anfänglich besonders schutzbedürftige deutsche Staatsbürger zu evakuieren, fordert jedoch umfassendere Maßnahmen. Besonders die Situation junger Freiwilliger, die für die Bundesregierung tätig sind, sieht er als besonders drängend an und fordert eindeutigere und weiterführende Pläne. Laut neuesten Medienberichten gibt es weiterhin viel Unsicherheit unter deutschen Staatsangehörigen in Krisenregionen, da Informationen der Regierung teils unvollständig oder spät kommuniziert wurden (aktuell etwa im Spiegel, Zeit und FAZ diskutiert). Hinzu kommt, dass neben Evakuierungsplänen auch die langfristige Unterstützung für im Ausland tätige Deutsche zunehmend in den Fokus rückt. Die Bundesregierung sieht sich somit anhaltendem Druck ausgesetzt, zeitnah und transparent zu handeln und dabei vor allem auf unterschiedliche Bedürfnisse – von Rentnern bis hin zu Adressaten von Schulprogrammen – einzugehen.

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