Fridays for Future wettert gegen unzureichendes Klimaschutzprogramm der Regierung

Das Kabinett schnürt sein Klimapaket für 2026 – aber Fridays for Future hält es für völlig ungenügend. Sprecherin Linda Kastrup findet deutliche Worte: Was aktuell als Fortschritt präsentiert wird, sei eher ein Rückschritt.

heute 14:26 Uhr | 2 mal gelesen

"Neubau von Windkraft hilft uns auch nicht weiter, wenn in den Bereichen Energie, Heizen und Verkehr weiterhin auf die Bremse getreten wird." So kommentiert Linda Kastrup von FFF das kürzlich verabschiedete Klimaschutzpaket. Ihrer Einschätzung nach fallen die aktuell beschlossenen Maßnahmen sogar hinter frühere Versprechen zurück. Besonders kritisch sieht die Bewegung das Zusammenspiel aus Netzpaket, Modernisierungsgesetz für Gebäude und dem Gesetz zu erneuerbaren Energien: Für Kastrup ist damit der Abschied von echter Klimapolitik endgültig besiegelt. Eine Veränderung sei nicht einmal in Ansätzen erkennbar, im Gegenteil – der Ausbau erneuerbarer Energien und klimafreundlicher Wärme werde sogar aktiv verhindert. Das lässt kaum hoffen, dass die im Pariser Abkommen gesteckten Ziele in Reichweite kommen. Dass diese Aussagen viele verunsichern, überrascht nicht – Veränderungen wirken manchmal wie Stillstand, insbesondere, wenn sie weniger mutig ausfallen als erhofft.

Die Bundesregierung hat ihr Klimaschutzprogramm 2026 auf den Weg gebracht, stößt damit jedoch besonders bei Umweltinitiativen wie Fridays for Future auf deutliche Kritik. Die Hauptvorwürfe lauten, das Paket setze vor allem im Gebäudesektor, beim Netzausbau und bei den erneuerbaren Energien kaum wirksame Impulse – teilweise würden sogar Hürden für echte Fortschritte errichtet. Viele Stimmen aus der Wissenschaft und Umweltpolitik teilen die Einschätzung, dass Deutschland so die Klimaziele für 2030 verfehlen könnte; zahlreiche Medien berichten zudem über scharfe Auseinandersetzungen zwischen Koalitionspartnern und fordern eine radikalere und sozial ausgewogenere Klimapolitik, um den Emissionsausstoß spürbar zu senken.

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