Fünf Jahre Bundesstiftung Gleichstellung: Ein Rückblick mit Ausblick

Berlin – Ein halbes Jahrzehnt nach der Gründung zieht die Bundesstiftung Gleichstellung Bilanz und schaut gleichzeitig nach vorn: Inmitten politischer Spannungen und gesellschaftlicher Unsicherheiten hat die Stiftung mittlerweile einen festen Platz als Impulsgeberin für Gleichberechtigung eingenommen – sichtbar nach außen, und ebenso anerkannt in Fachkreisen. Trotz aller Fortschritte wird deutlich, wie unverzichtbar klare Stimmen für Frauenrechte und Geschlechtergerechtigkeit bleiben, vor allem angesichts wachsender Herausforderungen für Demokratie und Gleichstellung.

heute 11:22 Uhr | 2 mal gelesen

Karin Prien, Vorsitzende des Stiftungsrats der Bundesstiftung Gleichstellung und Bundesministerin für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend, betont zum fünfjährigen Jubiläum die Bedeutung der Stiftung: "Die Bundesstiftung Gleichstellung hat sich in erstaunlich kurzer Zeit als Herzstück der Gleichstellungspolitik etabliert – herzlichen Glückwunsch an das gesamte Team. Die Einrichtung ist aus dem Leben nicht mehr wegzudenken. Trotzdem: Die Gleichberechtigung von Mann und Frau steckt in Deutschland auch heute noch voller Hürden. Für mich ist Gleichstellung keine nette Geste, sondern ein Verfassungsauftrag – und eine Frage von Gerechtigkeit, Demokratie und wirtschaftlicher Zukunft. Es bleibt aber wichtig, auch Männer und Jungen noch aktiver einzubinden." Lisi Maier, Direktorin der Bundesstiftung, hebt die gewachsene öffentliche Sichtbarkeit und die Rolle als Dialog-Plattform hervor – und dass gerade in angespannten Zeiten gleichstellungspolitische Errungenschaften unverändert verteidigt werden müssen. "Wir haben in fünf Jahren neue Wege und Räume für Austausch geschaffen. Dennoch steht Gleichstellungspolitik – von der lokalen bis zur internationalen Ebene – unter anhaltendem Druck. Unsere Antwort ist, langfristig dran zu bleiben und unsere Themen als unverzichtbaren Teil der demokratischen Grundstruktur zu begreifen." Dr. Arn Sauer, Co-Direktor, verweist auf die Rolle der Bundesstiftung im Kontext internationaler Ziele, etwa der UN und der Pekinger Aktionsplattform. "Unsere Aufgabe ist es, Gleichstellungs-Knowhow für Politikberatung, Netzwerke und Forschung zusammenzutragen. Wir wollen das Wissen noch breiter zugänglich machen – denn die Verpflichtung, Gleichheit tatsächlich umzusetzen, war nie dringlicher." Künftig möchte die Stiftung innovative Projekte rund um Gleichstellung, Studien etwa zur finanziellen Absicherung von Frauen oder zur Rolle eines neuen Männlichkeitsbildes voranbringen. Ebenso steht die Beratung der Bundesregierung – zum Beispiel bei Gesetzesvorhaben oder dem Gleichstellungs-Check – im Fokus. Das Angebot physischer wie digitaler Veranstaltungen wird weiter ausgebaut. Im "Offenen Haus für Gleichstellung" auf dem Berliner Alexanderplatz entsteht ein lebendiger Treffpunkt für Austausch, Inspiration und Zusammenarbeit. Seit dem 28. Mai 2021 agiert die Stiftung offiziell als bundesunmittelbare rechtsfähige Stiftung des öffentlichen Rechts, engagiert sich für gerechte Teilhabe und Unterstützung von Initiativen. Gemeinsam mit Partnern aus Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Politik soll Gleichstellung als gesellschaftliches Grundprinzip gestärkt werden. Kontakt: Bundesstiftung Gleichstellung, Karl-Liebknecht-Str. 34, 10178 Berlin, Tel: 030 994 0570-24, presse@bundesstiftung-gleichstellung.de, www.bundesstiftung-gleichstellung.de.

Fünf Jahre seit der Gründung hat die Bundesstiftung Gleichstellung zahlreiche Impulse für eine progressive Gleichstellungspolitik gegeben und ist sowohl im öffentlichen Diskurs als auch als Anlaufstelle für Fachwissen und Vernetzung etabliert. Die Stiftung adressiert aktuelle Herausforderungen durch Studien, Projekte und Beratung insbesondere zu Themen wie ökonomische Absicherung von Frauen oder die Stärkung von Männern in Sorgearbeit. Zugleich stehen die Beobachtungen aus der Stiftung im Zeichen wachsender antifeministischer Tendenzen und notwendiger öffentlicher Gegenrede; nach außen schafft sie mit dem Offenen Haus für Gleichstellung einen physischen Raum für kollaborative Weiterentwicklung. In den letzten Monaten wurde die Debatte um Gleichberechtigung durch die europaweiten Wahlen und innenpolitische Diskussionen über die Rolle der Geschlechter und neue Familienbilder erneut befeuert, wie aktuelle Pressestimmen berichten. Studienlage und politische Debatten unterstreichen, dass insbesondere die wirtschaftliche Teilhabe von Frauen – etwa beim Gender-Pay-Gap und der Altersvorsorge – weiterhin Nachholbedarf hat. Gleichzeitig gewinnen positive Männerbilder an Relevanz, etwa durch Initiativen zu väterfreundlichen Arbeitsbedingungen und neuen Leitbildern. Zur aktuellen Entwicklung der Stiftung und der Gleichstellungspolitik finden sich weitergehende Analysen bei FAZ.net, Spiegel, Tagesschau und weiteren führenden Medien.

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