Obwohl das Abkommen die heikle Thematik der ballistischen Raketen des Iran zunächst ausklammert, sehen die G7-Staaten zumindest die Grundzüge der Vereinbarung als Schritt nach vorn – so berichten es Personen, die am Treffen im französischen Évian beteiligt waren. Interessant ist, dass für Freitag eine formelle Unterzeichnung am Bürgenstock in der Schweiz geplant ist; Gerüchte über Genf als Schauplatz haben sich also nicht bestätigt. Die europäischen Staaten haben laut Teilnehmern erneut signalisiert, dass sie bereit wären, bei der Umsetzung des Abkommens konkret mitzuwirken – beispielsweise beim Minenräumen in der Straße von Hormus, sofern Iran keinen Widerstand leistet. Gerade Deutschland stellt laut Insidern klar: Engagement ist an Bedingungen wie einen verlässlichen Friedensprozess geknüpft.
Eine bemerkenswerte Wendung: Die G7 prüfen zusätzlich, die libanesische Armee zu stärken, damit sich die Lage an der Grenze zu Israel nicht erneut zuspitzt. Im Gespräch bleibt außerdem das Verhältnis der USA zu den übrigen Partnern – das ist keineswegs reibungslos, wenn man an Trumps Blitz-Abreise beim vergangenen G7-Treffen in Kanada denkt. Dieses Jahr herrscht jedoch unter den Teilnehmern der vorsichtige Optimismus, dass auch der anstehende Nato-Gipfel in Ankara in ruhigeren Gewässern verlaufen könnte. Aber: Ob Washington seine jüngsten Kürzungen bei den Nato-Geldern überdenken wird, hängt offenbar von der europäischen Bereitschaft ab, im Nahen Osten mehr Verantwortung und vor allem Kosten zu stemmen. Ein diplomatisches Tauziehen, das noch längst nicht entschieden ist – so viel steht fest.
Die G7-Länder bekunden nach aktuellem Stand ihre generelle Unterstützung für den vorläufigen Iran-Deal, den Donald Trump vorangetrieben hat. Auch wenn noch Unsicherheiten bezüglich ballistischer Raketen und bestimmter Uranbestände bestehen, wird das Abkommen als wichtiger Schritt zu einer Entspannung in Nahost angesehen. Neueste Entwicklungen betonen zudem die Forderung Europas nach solidem Frieden und die Bereitschaft, durch konkrete Maßnahmen – wie etwa Minenräumaktionen oder die Stärkung der libanesischen Armee – zum Erfolg des Abkommens beizutragen. Ergänzend bemerken viele Beobachter, dass die Beziehungen der USA zu den übrigen G7-Partnern noch immer von Misstrauen und politischen Spannungen geprägt sind, gerade mit Blick auf künftige Sicherungsgarantien im Nahen Osten und die Aufteilung finanzieller Lasten, worüber in den kommenden Gipfeln weiter hart gerungen werden dürfte.