Man könnte meinen, in Zeiten politischer und klimatischer Turbulenzen tastet sich jeder unsicher durch das Thema Energie. Hasenkamp aber hat bereits 2005 Nägel mit Köpfen gemacht: In den Kunstdepots setzt man seitdem auf eine Kombination aus Erdwärme und selbst erzeugtem Solarstrom. Das klingt erst einmal technisch – ist im Kern aber ein klares Statement.
Dr. Thomas Schneider, einer der Köpfe hinter Hasenkamp, bringt es auf den Punkt: Bei Kunst geht es um gut behütete Werke – und das auf lange Sicht. Schwankende Energiepreise oder Versorgungslücken hätten in diesem Kontext schlicht keinen Platz, meint er. Daher rührt der konsequente Schritt, die Infrastruktur nahezu energieautark zu gestalten. Tatsächlich produziert Hasenkamp an manchen Standorten inzwischen sogar Energieüberschüsse.
Spannend auch: Die Anlagen sind mehr als bloße Lagerräume mit konstanter Temperatur und Luftfeuchte (beides unerlässlich fürs Handling von Kunst). Es gibt zusätzlich Ateliers, Büros, Restaurierungsplätze – alles unter demselben Dach, versorgt aus den eigenen Quellen. Warum so viel technischer Aufwand? Vorsichtige Antwort: Verantwortung. Vor allem, weil Kunden wie internationale Museen oder private Sammler Planungssicherheit mehr schätzen denn je.
Bemerkenswert ist, wie viel Geld – rund 100 Millionen Euro – in nachhaltige Infrastruktur floss: Das klingt nach Kalkül, ist aber auch ein Stück unternehmerische Selbstbehauptung. Inmitten globaler Energiepreis-Rallys zeigt Hasenkamp einen Weg, der ökologisches Denken mit wirtschaftlicher Handlungsfreiheit verknüpft. Und irgendwie scheint dabei das Wohl der Kunst stellvertretend auch für das Bedürfnis nach Verlässlichkeit insgesamt zu stehen.
Hasenkamp hat frühzeitig den Schritt in Richtung nachhaltige Energieversorgung gewagt und setzt bei der Kunstlagerung auf Geothermie und Photovoltaik, was zu beinahe energieautarken Standorten führt. Neben dem nachhaltigen Nutzen und Kostenvorteilen sorgt diese Strategie inzwischen auch für handfeste Wettbewerbsvorteile – gerade vor dem Hintergrund steigender Energiepreise und geopolitischer Unsicherheiten. Die Innovationsbereitschaft des Unternehmens wird von der Branche anerkannt und könnte als Modell für andere Kulturgut- und Speziallogistiker dienen.
Zusätzliche Informationen aus aktuellen Recherchen zeigen, dass der Trend zu nachhaltigen Energiekonzepten im Logistik- und Immobilienbereich in Deutschland weiter zunimmt. Politische Unsicherheiten sowie die Diskussion um ein mögliches Gasembargo verstärken den Druck auf Unternehmen, unabhängiger von fossilen Energien zu werden. Außerdem wird betont, dass Unternehmen mit solchen Pionierlösungen nicht nur mit Umweltschutz, sondern auch mit Versorgungssicherheit und langfristiger Preisberechenbarkeit punkten können.