Mit einem persönlichen Grußwort eröffnet Karin Prien, Bundesministerin für Bildung und Familie, das VITAKO-Booklet und ruft junge Frauen auf, ihre Möglichkeiten rund um Technik und Digitalisierung nicht zu unterschätzen. 2,6 Millionen Schülerinnen haben seit Beginn des Girls’ Day Einblicke in MINT-Felder bekommen – der Frauenanteil wächst, aber Luft nach oben gibt es reichlich. Lena-Sophie Müller (D21), Ann Cathrin Riedel (NExT e.V.) und Lars Hoppmann (VITAKO) untermauern die drängende Bedeutung digitaler Fähigkeiten für die Verwaltung und loben das Potenzial, das sich in gemischten Teams erschließt.
Die Praxis kommt dabei nicht zu kurz: Mitglieder von VITAKO illustrieren mit Beispielen, wie vielseitig IT-Berufe in Kommunen sind – von der Softwareentwicklung über Datensicherheit, Projektmanagement oder Analyse bis hin zu Kommunikation und Support. Was das bringt? Digitalisierung im Alltag, etwa in Behörden, Schulen oder beim Schutz von Daten. Zwei Frauen, Fenja Sieker (OWL-IT) und Ronja Beckmann (ekom21), erzählen, wie sie zur kommunalen IT fanden und warum sie zum Nachmachen ermutigen.
Das Booklet räumt mit Klischees über Technikjobs auf. Die Rubrik „5 Mythen busted“ zeigt, wie teamorientiert, abwechslungsreich und offen Berufe in der IT tatsächlich sein können. Dafür stellen mehrere kommunale IT-Dienstleister ihre Programme vor: von Workshops zu Robotik und 3D-Druck, über Hardware-Sessions bis hin zu Website-Design und Ausbildungswegen.
Die Ergebnisse lassen aufhorchen: Der Frauenanteil in kommunalen IT-Berufen wächst – zuletzt lag er bei VITAKO bei 33,2% (2025), aber der Weg ist noch weit. Lars Hoppmann mahnt: Stereotype abbauen und jungen Frauen zeigen, wie sie die digitale Verwaltung aktiv mitgestalten können, bleibt entscheidend. VITAKO drängt auf bessere Förderbedingungen, mehr gezielte Programme für den weiblichen IT-Nachwuchs und Austausch mit Politik und Verwaltung. Das Ziel: Mehr Diversität, mehr Talente und eine digitale Zukunft, die von allen mitgestaltet wird.
Das Booklet „Junge Frauen gestalten die digitale Verwaltung!“ gibt’s online unter vitako.de.
Das VITAKO-Booklet zum Girls’ Day 2026 will Mädchen und junge Frauen gezielt für Berufe in der öffentlichen IT und digitalen Verwaltung begeistern. Die Initiative stützt sich unter anderem auf Erfahrungsberichte, den Abbau von Klischees und gezielte Fördermaßnahmen – und betont die Dringlichkeit angesichts des weiterhin niedrigen Frauenanteils in Tech-Berufen. Neuere Studien und Berichte, etwa von Statista, spiegeln wider, dass der Anteil weiblicher Auszubildender in Informatik und verwandten Berufen weiter langsam ansteigt, aber dass strukturelle Hürden wie fehlende weibliche Vorbilder, stereotype Rollenmuster und mangelnde Orientierung immer noch bremsen. Die Bundesregierung plant zusätzliche Unterstützungsprogramme und Kooperationen mit Unternehmen, um die Diversität in MINT-Feldern zu stärken und insbesondere in der öffentlichen IT mehr Frauen zu gewinnen. Zuletzt wurde in verschiedenen Medien (z.B. taz, Spiegel, Süddeutsche) darüber diskutiert, wie staatliche und zivilgesellschaftliche Akteure Girls’ Day und ähnliche Initiativen für eine nachhaltige Gleichstellung besser nutzen können.